Die 380 Kirchengemeinden laden unter dem Motto "Hoffnungsleuchten" einAdvent und Weihnachten in MV

„Fürchtet euch nicht!“ Diese Weihnachtsbotschaft bekommt in diesem Jahr eine besondere Bedeutung. Die Menschen spüren, wie verletzlich menschliches Dasein ist. Abstand ist seit Monaten ein Gebot der Nächstenliebe. Dies wird auch die kirchlichen Angebote im Advent und zu Weihnachten in Mecklenburg-Vorpommern beeinflussen. Ebenso wie die weiteren Regelungen zur Eindämmung der Pandemie.

Die Nordkirche hat alle rund 1.000 Gemeinden gebeten, die diesjährige Advents- und Weihnachtszeit unter das Motto „#hoffnungsleuchten – Mehr als… Alle Jahre wieder“ zu stellen. Alle Menschen sind zudem aufgerufen, überall im Freien, zuhause oder am Arbeitsplatz Sterne leuchten zu lassen, um damit auf die besondere Zeit des Advents und auf Weihnachten aufmerksam zu machen. Damit wird ein Zeichen der Hoffnung gesetzt, das dazu beitragen kann, die Kluft zwischen der Einhaltung der gebotenen Corona-Vorgaben und der Sehnsucht nach Gemeinschaft und nach einem feierlichen Weihnachten zu überbrücken.

Als Zeichen der Gemeinsamkeit und des Trostes ist auf auf Initiative von Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt zudem nordkirchenweit angeregt worden, am Heiligen Abend um 20 Uhr im eigenen Haushalt das Weihnachtslied „Stille Nacht" zu singen oder mit Instrumenten zu spielen.

Die Mehrzahl der 380 Kirchengemeinden in den Kirchenkreisen Mecklenburg und Pommern lädt herzlich zu Christvespern, Gottesdiensten und Jahresschlussandachten ein. Seit Wochen wird geplant, vorbereitet und überlegt, was im Advent und zu den Weihnachtsfeiertagen möglich und verantwortbar ist. Dabei ist allen Beteiligten bewusst, dass sich die Lage auch kurzfristig und regional ändern kann, so dass teilweise mehrgleisig Ideen verfolgt werden. Das ist für die Kirchengemeinden keine einfache Situation, die aber auch viel Kreativität freisetzt und neue Formen der Zusammenarbeit entstehen lässt.

Eine Strategie besteht darin, an den Festtagen deutlich mehr und kürzere Gottesdienste und Andachten anzubieten – über den Tag verteilt und an verschiedenen Orten. Andere Gemeinden versuchen, über längerfristige Anmeldungen und/oder mittels der Vergabe von Tickets die Ströme der Besuchenden zu regulieren.

Um genug Abstand halten zu können, ziehen einige Gemeinden mit kleinen Kirchen in größere Räumlichkeiten um. Andere Kirchengemeinden weichen gleich ganz ins Freie aus. Denn Formate, die draußen stattfinden, sind weniger riskant und bieten mehr Platz, um Abstände einhalten zu können. Zudem können im Freien kleinere Gruppen auch singen. Von Kirchtürmen können Bläser zudem weit hörbar spielen.

Ob in oder vor der Kirche, im Pfarrgarten, in den Straßen und auf Marktplätzen – überall entstehen neue Möglichkeiten, damit Menschen mit Rücksicht, mit dem nötigen Abstand und unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen bei „Lebendigen Adventskalendern“, Adventsandachten, Krippenspielen und Christvespern zusammen kommen können. Alle sind gebeten, sich in ihrer Kirchengemeinde vorab über die konkreten Termine und das Prozedere (Einlasskarten etc.) zu informieren.

>>> Einige Beispiele aus MV (Auswahl)

Wer insbesondere am Heiligen Abend und an den Festtagen lieber zu Hause bleiben möchte, kann im Radio und im Fernsehen viele Gottesdienste mitfeiern. Seit März setzen auch zahlreiche hiesige Kirchengemeinden zusätzlich auf eigene digitale Angebote: Gottesdienste und Andachten werden als Video ins Internet gestellt, Briefe per E-Mail verschickt oder auf der Homepage der Gemeinde veröffentlicht. Dies wird zu den Festtagen ähnlich sein. Alle Kirchengemeinden finden sich mit ihren Kontaktdaten im Internet auf diesem Portal.

>>> Online-Angebote aus MV (Auswahl)

Zündkerzen - der #hoffnungsleuchten-Song

Zuversicht und Freude trotz Corona - Die Nordkirche hat den Popsong "Zündkerzen“ zur Advents- und Weihnachtszeit herausgegeben:

Zeitgemäßes Krippenspiel

Maria und Josef als Flüchtlings-Paar auf Suche nach Unterkunft im Corona-Lockdown - aktueller kann die Weihnachtsgeschichte nicht sein. Jugendliche aus der Kirchenregion Neubrandenburg haben sie verfilmt: 

Film: Brot für die Welt 2020 in M-V

Die Aktion "Brot für die Welt" hat am 1. Advent in Güstrow ihre Spendenaktion für Mecklenburg-Vorpommern eröffnet. Das Motto lautet in diesem Jahr "Kindern Zukunft schenken". Dazu ein kurzer Film mit Bischof Tilman Jeremias:

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Service für KirchengemeindenMitmachen und Beispiele zusenden

Hier finden Kirchengemeinden alle Informationen und Materialien zur Aktion „#hoffnungsleuchten – Mehr als… Alle Jahre wieder“

Lassen Sie sich inspirieren! Senden Sie bitte ihre Beispiele mit kurzem Text und ggfl. Fotos von Veranstaltungen wie dem Lebendigen Adventskalender sowie von geplanten Christvespern und Aktionen zu den Festtagen an: redaktion@kirche-mv.de.

Ihre kreativen Veranstaltungen zum St. Martinstag haben gezeigt, wie Advent und Weihnachten auch unter Corona-Bedingungen möglich sein kann! Aus ihren Zuschriften stellen wir daraus exemplarisch einige Aktionen oder Ideen auf der Sonderseite vor bzw. weisen darauf in geeigneter Weise hin. Nutzen Sie bitte ebenso den Veranstaltungskalender

Weitere Gottesdiensttermine finden Sie auch auf den Gemeindeseiten (Mecklenburg, Pommern). Bitte nutzen Sie auch die Suchfunktion dieser Website.