25.02.2026 | Nachruf Diakon i.R. Gottfried Möller
Gottfried Möller wurde am 4. April 1934 in Bresewitz auf dem Darß geboren und auf den Namen Gottfried Karl Wilhelm getauft. Er wuchs in einem Schumacher- Haushalt mit drei Geschwistern auf, Vorfahren waren Bauern, Seeleute oder Handwerker.
Nach Beendigung der Schule versuchte er sich bei einem Fischer als Gehilfe und fuhr mit einem Zeesboot in den Boddengewässern und fischte. Seine Berufung fand er im Gärtnerberuf, entschloss sich aber dennoch 1953 in das Brüderhaus in Züssow einzutreten und absolvierte die Diakonenausbildung, welche nach erfolgreicher Prüfung 1958 mit der Einsegnung zum Ende kam.
In dieser Zeit lernte er seine erste Frau Helga kennen und lieben und heiratete sie 1956 dann auch in Züssow unter dem Spruch „Euer Herz soll sich freuen und Eure Freude soll niemand von euch nehmen“ (Johannes 16,22).
Über die Stationen Züssow und Torgelow begann der Dienst als Diakon und das Wachsen als Familie. Im Mai kam das erste Kind zur Welt, welches unter dramatischen Bedingungen schon im Juni 1957 wieder verstarb. Infolgedessen erkrankte Helga und musste selbst auch ins Krankenhaus. Nach der Genesung kamen in den Jahren 1958 (Gabriele), 62 (Christine) und 1967(Andreas) glücklich zur Welt.
Große finanzielle Sorgen, nun in Eixen in der Arbeit als Diakon, lassen nur ein spärliches Auskommen zu, aber ein guter Kreis um die Familie half bei allem Wichtigen und wenn das nicht reichte, half Beten und es wurde eine Lösung gefunden.
Im März 1968 mussten seine Kinder und er von Helga Abschied nehmen. Da Helgas Vater darauf bestand, dass die Kinder eine Mutter bräuchten, ergab sich schon Ende Juli ’68 die Hochzeit mit Gretchen. Erst 1970 kam zur Vervollständigung der Familie ihr gemeinsames Kind Johannes- Markus zur Welt.
Nach Arbeit in den Kirchengemeinden Eixen, dann Drechow als Pfarrdiakon und in der Jugendarbeit wurde Gottfried Möller dann nach Kartlow berufen, wo er am 31.8. 1975 durch Bischof Gienke ordiniert wurde.
Dort baute er vieles neu auf und trotzte der DDR auch einen Kirchenneubau ab.
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In der Zeit in Kartlow nahm er zudem Aufgaben im Kirchenkreis und der Partnerschaftsarbeit mit Nordelbien wahr, außerdem beim CVJM und unter anderem auch die kommissarische Suptur.
Für die Diakonenschaft übernahm er als Ältester Verantwortung, engagierte sich in der Posaunenarbeit und nach der Wende auch in der Kommunalpolitik.
Durch das Ausscheiden seiner Frau Margarete in die Rente, folgte er ihr und ging 1996, nach der Renovierung der Kartlower Küsterei als neues Zuhause, selbst auch in den Unruhestand. Viele Enkelkinder erfreuten diesen, machten aber auch Sorgen und so wollten die Beiden näher bei dem jüngsten Enkel Simon sein, der sehr krank ist. So zogen sie 2018, nach der Feier der Goldenen Hochzeit, in seine Nähe nach Schleswig – Holstein und lebten in einem Betreutem Wohnen des Landesverein für Innere Mission.
Schon 2019 musste er erneut seine Frau zu Grabe tragen. So wurde die Familie zunehmend von Bedeutung. Hilfe wurde nötiger und machte spät die Aufnahme in einem Heim des Landesvereins nötig.
Ein letzter Brief, den er mit der Hilfe seiner Enkelin Rahel schreiben wollte, konnte nie vollendet werden, da er zu oft im Krankenhaus war und die Kräfte schwanden.
Am 31.8.2025 gratulierte Bischof Jeremias zum 50. Ordinationsjubiläum und in Begleitung seiner Tochter Gabriele und Schwiegertochter Anett den Brief hörend, bei der aufgehenden Sonne, durfte er heimgehen. In Rickling bei seiner Frau und in Erde vom pommerschen Darß, wurde Gottfried Möller unter Gottes Wort zu Grabe getragen.
Diakon Johannes-Markus Möller