Aus dem Gemeindeleben Einweihung der neuen Urnengemeinschaftsanlage in Varchentin
16.09.2026 · Varchentin.. Zu einem besonderen Gottesdienst anlässlich des Tags des Friedhofs lädt die evangelische Kirchengemeinde Varchentin ein am Sonntag, dem 20. September 2026, um 14 Uhr ein. Im Mittelpunkt steht die Einweihung der neu gestalteten Urnengemeinschaftsanlage (UGA) auf dem Friedhof Varchentin.
Der Gottesdienst beginnt in der Varchentiner Kirche und wird anschließend auf dem Friedhof fortgesetzt. Musikalisch wird die Feier von Posaunenmusik begleitet. Der Gottesdienst möchte Raum geben für Erinnerung, Trauer, Dankbarkeit und Hoffnung – und für den Gedanken, dass unsere eigene Zeit eingebunden ist in eine größere Geschichte.
„Zwischen Gestern und Morgen – Unsere Zeit, Gottes Zeit“
Der Gottesdienst steht unter dem Leitgedanken „Zwischen Gestern und Morgen – Unsere Zeit, Gottes Zeit“. „Dabei geht es um die unterschiedlichen Dimensionen menschlicher Zeit: um die Zeit, die wir messen und erleben, um besondere Momente, in denen etwas Entscheidendes geschieht, und schließlich um die christliche Hoffnung auf Gottes Ewigkeit“, sagt Pastorin Melanie Dango. Der Friedhof sei dafür ein besonderer Ort. „Hier begegnen sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft: Menschen erinnern sich an Verstorbene, nehmen Abschied und finden einen Ort für ihre Trauer. Zugleich ist der Friedhof ein Teil des gegenwärtigen Lebens einer Gemeinde und ein Ort, an dem sichtbar wird, was Generationen miteinander verbindet.“ Im Zentrum des Gottesdienstes werde ein bekanntes Wort Jesu aus dem Johannes-Evangelium stehen: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.“ (Johannes 11,25)
Ein neuer Ort für Abschied, Erinnerung und Hoffnung
Mit der neuen Urnengemeinschaftsanlage entsteht auf dem Varchentiner Friedhof ein gemeinschaftlicher Ort für die Beisetzung von Urnen. „Die Einweihung soll diesen neuen Ort bewusst in das Leben der Kirchengemeinde und des Dorfes aufnehmen“, so die Pastorin. Die Urnengemeinschaftsanlage bestehe aus fünf je drei Meter hohen Eichenstelen, die sich landschaftsarchitektonisch in das Gesamtgefüge des Friedhofs einfügen. Anlässlich der Einweihung sei auch eine Segenshandlung mit Wasser vorgesehen. Wasser stehe dabei als Zeichen für Leben, Erneuerung und Gottes Begleitung. Der Segen soll den neuen Ort und alle Menschen umfassen, die hier künftig Abschied nehmen, trauern und erinnern werden. „Denn auf einem Friedhof begegnen sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auf besondere Weise“, sagt Pastorin Dango und ergänzt: „Wir erinnern uns an Menschen, die zu unserer Geschichte gehören, wir stehen mitten im Leben und fragen zugleich, was wir den kommenden Generationen hinterlassen. Die neue Urnengemeinschaftsanlage ist dafür ein sichtbares Zeichen. Und vielleicht ist es gerade am Tag einer Landtagswahl ein guter Moment, sich daran zu erinnern: Zukunft geschieht nicht einfach – wir tragen Verantwortung für sie.“
Ein Tag zwischen Erinnerung und Zukunft
Der Gottesdienst findet am selben Tag wie die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern statt. Die Wahl selbst ist nicht Thema des Gottesdienstes, gibt dem Leitgedanken von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft jedoch eine besondere Aktualität. Es geht dabei nicht um parteipolitische Aussagen, sondern um eine grundlegende Frage: Welche Verantwortung tragen wir für die Gemeinschaft, in der wir leben, und für das, was wir kommenden Generationen hinterlassen? So verbindet der Gottesdienst auf behutsame Weise die persönliche und die gesellschaftliche Dimension von Zeit: Wir tragen Geschichte in uns, leben in der Gegenwart und gestalten – jeder an seinem Ort – ein Stück Zukunft.
Kontakt:
Ev.-Luth. Kirchengemeinde Schloen-Varchentin
Pastorin Melanie Dango (Pastorin für Vertretungsdienste in der Propstei Neustrelitz)
Dorfst. 19
17192 Schloen
01512 8927630
schloen@elkm.de oder melanie.dango@elkm.de
Quelle: ELKM (mda/cme)