Beratungs- und Vernetzungsreihe "Dorfkirche – da geht was!" zu Gast in Barkow
Foto: Christina Jonassen
08.09.2026 · Barkow/Plau am See. Mit 16 Engagierten aus verschiedenen Kirchengemeinden und Initiativen war die Dorfkirche Barkow dieser Tage Gastgeberin für ein weiteres Treffen der Beratungs- und Vernetzungsreihe „Dorfkirche – da geht was! Inspirieren, gestalten, bewegen“. Zwei Stunden lang ging es um Ideen, Erfahrungen und konkrete Vorhaben rund um die Dorfkirche – und vor allem um die Frage, wie kirchliche Orte mit Leben gefüllt und zu Orten der Begegnung werden können.
Im Mittelpunkt standen die Erfahrungen der Teilnehmenden. Nach einer Vorstellungsrunde, in der die Engagierten von ihren Projekten, Anliegen und Herausforderungen berichteten, gab es fachliche Impulse und viel Raum für den persönlichen Austausch. Bei Kaffee und einem Imbiss entstanden neue Kontakte und erste Verabredungen für eine weitere Zusammenarbeit.
Bewusst fiel die Wahl auf die Dorfkirche Barkow. Die Kirchengemeinde Plau am See verfügt dort seit mehr als 20 Jahren über eine gastfreundliche Kirche und gute Bedingungen für Veranstaltungen und Begegnungen. Ein besonderer Dank gilt der Kirchengemeinde und insbesondere Frau Huss für den herzlichen Empfang.
Beratung aus erster Hand
Einen besonderen Schwerpunkt bildete der Besuch von Jan Kessels von der Ehrenamtsstiftung Mecklenburg-Vorpommern. Er stellte die vielfältigen Beratungs- und Unterstützungsangebote der Stiftung vor und beantwortete Fragen der Teilnehmenden. Dabei ging es unter anderem um rechtliche Rahmenbedingungen für Vereine und Fördervereine, Möglichkeiten der Unterstützung ehrenamtlichen Engagements sowie darum, wie freiwilliges Engagement sichtbarer gemacht und gewürdigt werden kann.
Auch die Goldene Ehrenamtskarte MV wurde vorgestellt. Für viele Teilnehmende war der direkte Austausch mit der Ehrenamtsstiftung eine besonders hilfreiche Möglichkeit, konkrete Fragen aus der eigenen Praxis zu klären.
Ergänzt wurde die Beratung durch Erfahrungsberichte aus laufenden Projekten. Engagierte erzählten von Erfolgen, aber auch von Herausforderungen und Umwegen. Gerade dieser offene Austausch machte Mut, eigene Ideen weiterzuverfolgen und neue Wege auszuprobieren.
Das zentrale Credo des Treffens lautete dabei: „Einfach machen!“ Entscheidend sei, das aufzugreifen, was Menschen Freude macht, Begeisterung weckt und Begegnungen auf Augenhöhe ermöglicht. „Wenn etwas gelingt, könne daraus der nächste Schritt entstehen: mehr davon – oder ganz bewusst etwas Neues“, so der Tenor.
2027 geht die Reihe weiter
Organisiert wird die Reihe von Kersten Jens Koepcke, Referent für Kirche und Tourismus im Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis Mecklenburg und Projektentwickler, gemeinsam mit der Ehrenamtsstiftung Mecklenburg-Vorpommern und der Projektgruppe „Dorfkirche – da geht was!“. Unterstützt wird das Format durch die Stiftung „Kirche mit Anderen“ in Mecklenburg, die sich für Engagement rund um Offene Kirchen als Orte der Begegnung einsetzt.
Auch im kommenden Jahr soll die Reihe an weiteren Orten in Mecklenburg zu Gast sein. Die nächsten Termine werden rechtzeitig auf kirche-mv.de bekanntgegeben. Die Treffen finden ab mindestens zehn Anmeldungen statt. Eine frühzeitige Anmeldung bei Kersten Jens Koepcke unter kersten.koepcke@elkm.de wird daher empfohlen.
Weitere Anregungen bietet die Internet-Plattform Sacris.de. Dort finden sich Praxisbeispiele und Hinweise zur Weiternutzung und Belebung von Kirchengebäuden – als Ergänzung zum persönlichen Austausch bei den Treffen vor Ort.
Quelle: ELKM (kko/cme)