Diakonie Nord Nord Ost: 5.000 Euro mehr Spritkosten im Monat

20.03.2026 · Neumünster. Auf Busse und Bahnen können sie nicht umsteigen: Diakonie-Fahrdienste rechnen im Norden mit 5.000 Euro monatlichen Mehrkosten für Sprit. Die Fahrzeugflotte soll auf E-Autos umgestellt werden.

Die aktuellen Spritpreiserhöhungen treffen die Diakonie Nord Nord Ost besonders: Derzeit sind über 471 Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren in Holstein und Mecklenburg unterwegs - etwa in der ambulanten Pflege oder als Fahrdienste für behinderte Menschen. „Wenn wir von ähnlichen Spritverbräuchen wie in den Vorjahren ausgehen, kommen wir auf monatliche Mehrkosten in Höhe von knapp 5.000 Euro“, sagte Heiko Esling vom Fuhrparkmanagement Diakonie Nord Nord Ost am Freitag. Das seien rund zehn Prozent mehr als im vergangenen Jahr. 2025 kamen Spritkosten in Höhe von 587.860 Euro zusammen.

 

Durch die steigenden Preise an den Tankstellen sieht sich die Diakonie in ihrer Nachhaltigkeitsstrategie bestätigt: „Die Diakonie Nord Nord Ost setzt auf E-Mobilität“, betonte Esling. Schon seit Jahren werde die Fahrzeugflotte schrittweise von Verbrennungs- auf E-Motoren umgestellt. Zurzeit verfüge die Diakonie Nord Nord Ost über 69 E-Fahrzeuge, das seien knapp 13 Prozent aller Autos. Tendenz steigend.

 

Eco-Training für nachhaltiges Fahren

 

Zur Umstellung auf E-Mobilität gehöre der weitere Ausbau der Ladeinfrastruktur an den Einrichtungen in Lübeck, Holstein und Mecklenburg. Ein Thema sei auch solarbetriebene Ladeinfrastruktur, was den Umstieg ökologisch wie wirtschaftlich noch attraktiver mache.

 

Um die Spritkosten zu senken, hat die Diakonie Nord Nord Ost zudem strategische Partnerschaften aufgebaut und Rahmenverträge mit Mineralölunternehmen geschlossen. So erhalte die Diakonie zumindest leichte Preisnachlässe beim Tanken. Die steigenden Spritpreise könnten dadurch jedoch nicht aufgefangen werden.

 

Eine weitere Strategie seien Eco-Trainings: „Wir schulen Mitarbeitende, die regelmäßig mit unseren Fahrzeugen unterwegs sind, noch vorausschauender und effizienter zu fahren“, sagte Esling. Damit könnten Kraftstoffverbrauch und Spritkosten deutlich gesenkt werden.

Quelle: epd