Notfallfonds eingerichtet Einsturzgefährdeter Kirchturm in Papendorf führt zu Straßensperrung
Von Anne-Dorle Hoffgaard und Marcel Maack
03.06.2026 · Papendorf. Der Kirchturm in Papendorf ist stark einsturzgefährdet, die B104 ist deshalb seit Mittwochmorgen vorsorglich voll gesperrt. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hat einen Notfallfonds eingerichtet.
Weil der Kirchturm in Papendorf (Landkreis Vorpommern-Greifswald) stark einsturzgefährdet ist, ist die Bundesstraße 104 in Papendorf seit Mittwochmorgen vorsorglich voll gesperrt. Wie die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) mitteilte, hat sie für die Kirche einen Notfallfonds eingerichtet und bittet gemeinsam mit der Gemeinde um Spenden. Diese sollen dazu dienen, erste Sicherungsmaßnahmen für die akut bedrohte Kirche zu ermöglichen, hieß es. Spenden an die DSD erfolgten an die IBAN-Nummer DE71 5004 0050 0400 5004 00, als Verwendungszweck sei PR08086 01 anzugeben.
Der Turm steht direkt an der stark befahrenen Bundesstraße. Die Stiftung Denkmalschutz verwies auf eine Einschätzung von Verantwortlichen, demnach bestehe die konkrete Gefahr, dass der Turm bei einem Einsturz auf die Fahrbahn stürzen könnte. Aus Gründen der öffentlichen Sicherheit sei der Durchgangsverkehr umgehend gestoppt worden. Wie lange die Sperrung der Straße andauern wird, sei aktuell nicht absehbar.
„Schockstarre“ im Ort
Wie der Norddeutsche Rundfunk (NDR) berichtet, umfahren viele Autofahrer die Sperrung. Eine offizielle Umleitung fehle bislang, heißt es. Bürgermeister Dietmar Großer (parteilos) spreche von einer „Schockstarre“ im Ort. Über die Einsturzgefahr sei er am Dienstagabend von der Kirchenverwaltung informiert worden.
Turm und Ostgiebel der über 700 Jahre alten Feldsteinkirche gelten dem NDR zufolge schon länger als einsturzgefährdet. „Die Kirche darf bereits seit fünf Jahren nicht mehr betreten werden. Im vergangenen Jahr wurden Sanierungsgutachten für rund 20.000 Euro beauftragt“, berichtet der NDR.
Quelle: epd