Große Solidarität Brand im Müritz-Nationalpark ist auch Thema für Kirchengemeinden

16.07.2026 · Neustrelitz. Im Müritz-Nationalpark brennt es seit Montag. Aktuell sind rund 320 Hektar Waldfläche betroffen. Auch evangelische Kirchengemeinden haben das Brandgeschehen im Blick.

Der aktuelle Brand im Müritz-Nationalpark beschäftigt auch evangelische Kirchengemeinden. Eine Familie aus dem evakuierten Gebiet um Granzin sei im alten Pfarrhaus in Kratzeburg untergekommen, teilte Pröpstin Britta Carstensen (Neustrelitz) dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Donnerstag auf Anfrage mit. „Ich bin froh, dass alle die Lage gut im Blick haben und im Moment alles so geregelt ist, dass keine großen Aktivitäten notwendig sind“, sagte die Theologin.

 

Es gebe die Idee für eine Dankandacht. Diese Idee finde sie richtig, „weil dort neben Dank an die Einsatzkräfte, Helfer - und hoffentlich auch für die Bewahrung von Mensch, Tier und Häusern vor dem Feuer - auch noch einmal die Ängste der Menschen zur Sprache kommen können“, erklärte Carstensen.

 

Große Solidarität

 

Pastorin Cornelia Seidel von der Kirchengemeinde Strelitzer Land teilte dem epd mit, dass sie zum Psychosozialen Notfallversorgungsteam (PSNV) Mecklenburgische Seenplatte/Neubrandenburg gehört und das Team bisher nicht angefordert worden sei. Der PSNV-Teamleiter sei aus eigenem Antrieb im Versorgungszentrum Peckatel gewesen und habe „sich davon überzeugen können, dass die Lage relativ entspannt ist“. Natürlich schaffe eine Evakuierung einen gewissen Ausnahmezustand, aber es gebe keine Panik, Angst oder Notsituationen. DRK, THW, Johanniter und die Feuerwehren hätten die Versorgung sehr gut geregelt.

 

Es herrsche eine große Solidarität in der Bevölkerung, viele Evakuierte seien bei Bekannten und Verwandten untergekommen, sagte Pastorin Seidel. Die Evakuierten rechneten nicht damit, dass das Feuer auf ihre Dörfer übergreift.

 

320 Hektar Wald betroffen

 

Das Schweriner Umweltministerium informierte, dass sich der Waldbrand in dem munitionsbelasteten Gebiet aufgrund von Trockenheit und böigem Wind weiter ausgebreitet habe. Aktuell seien rund 320 Hektar Waldfläche betroffen. Die Lage bleibe dynamisch, der Brand noch nicht unter Kontrolle. Umweltminister Till Backhaus (SPD) dankte allen Einsatzkräften. Die vorsorgliche Evakuierung des Ortsteils Granzin sei richtig gewesen. Krienke sei derzeit nicht betroffen.

Quelle: epd