Weihnachtliche Dekoration kann bis zum 2. Februar stehen bleiben Wann fliegt der Tannenbaum raus?
Foto: PEK/S. Kühl
05.01.2026 · Greifswald/Rostock. Jedes Jahr stellt sich nach den Weihnachtsfeiertagen die salopp formulierte Frage: „Wann fliegt der Weihnachtsbaum raus?“ Für viele Menschen gilt der 6. Januar als Stichtag: An Epiphanias, dem Fest der Erscheinung des Herrn, auch bekannt als Dreikönigstag, verlassen Tanne und Weihnachtsschmuck die gute Stube. An diesem Tag sind vielerorts die Sternsinger unterwegs. Doch ist das wirklich der Moment, dem Baum den Abschied zu geben?
Manche plädieren dafür, noch etwas Geduld zu haben – etwa bis zum 13. Januar. Denn seit einer Kampagne eines großen Möbelhauses ist auch hierzulande bekannt, dass in Schweden am Tag des heiligen Knut der Weihnachtsbaum traditionell aus dem Fenster geworfen und anschließend oft bei einem Fest verbrannt wird. Doch auch das Knutfest markiert nicht das eigentliche Ende der Weihnachtszeit.
Liturgisch betrachtet dauert der Weihnachtsfestkreis nämlich 40 Tage – bis zum 2. Februar. An diesem Tag wird das Fest der Darstellung Jesu im Tempel gefeiert, weithin bekannt als Mariä Lichtmess. Bis dahin kann der geschmückte Christbaum getrost stehen bleiben. Gleiches gilt für weitere weihnachtliche Dekorationen wie Krippen oder Weihnachtspyramiden. Sie dürfen die Wohnung bis Anfang Februar schmücken und davon künden, dass Gott Mensch geworden ist – und zugleich helfen, Dunkelheit und Kälte der grauen Wintertage ein wenig zu vertreiben.
Übrigens verhält es sich mit dem Osterschmuck ganz ähnlich: Er wird traditionell nicht schon in der Passionszeit aufgehängt, sondern erst in der Nacht von Karsamstag auf Ostersonntag enthüllt. Anschließend darf er bis zum Ende der Osterzeit zu Pfingsten ganze 50 Tage lang Kirchen, Wohnungen und Gärten zieren.
Quelle: PEK/ELKM (sk/cme)