Holocaust-Gedenken Landesbischöfin verweist auf Erfahrungen aus Yad Vashem

26.01.2026 · Schwerin. Zum Internationalen Holocaust-Gedenktag am 27. Januar erinnert die Landesbischöfin der Nordkirche, Kristina Kühnbaum-Schmidt, an die Opfer des Holocaust.

Vor dem Hintergrund ihrer jüngsten Eindrücke aus einem Besuch an der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem appelliert sie, für Erinnerung, Verantwortung und den Schutz der universellen Menschenrechte einzustehen. Die persönliche Begegnung mit diesem Zeugnis der Shoa habe ihr noch einmal verdeutlicht, dass Erinnerung eine existenzielle Verpflichtung ist.

 

Der Holocaust-Gedenktag steht in diesem Jahr unter dem von den Vereinten Nationen ausgerufenen Motto „Holocaust-Erinnerung für Würde und Menschenrechte“. Das Thema mache deutlich, dass die Erinnerung mit dem Einsatz für Menschenwürde und Menschenrechte verbunden ist, sagt Kühnbaum-Schmidt. „Das Gedenken an die Shoa macht immer wieder schmerzhaft deutlich, wohin Antisemitismus, Judenhass, Entmenschlichung und Gleichgültigkeit führen können.“ Die Erinnerung sei kein abgeschlossener Blick zurück. „Nie wieder ist jetzt - das gilt heute und an allen Tagen, die kommen.“

 

Auch Christen schuldig

 

Kühnbaum-Schmidt erinnert außerdem an die historische Verantwortung der evangelischen Kirchen in Deutschland. Weil auch Christinnen und Christen in das Menschheitsverbrechen der Shoa verstrickt gewesen und schuldig geworden sind. Eine klare Haltung gegen jede Form von Antisemitismus, Judenhass und Menschenfeindlichkeit sei daher eine Pflicht.

 

Der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust wird jährlich am 27. Januar begangen. Er ist 2005 von den Vereinten Nationen eingeführt worden. Er erinnert an den Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau am 27. Januar 1945.

Quelle: epd