"Kirche, Klima, Handeln…" Fachtag für klimagerechtes Wirtschaften am 7. März

Rapsfeld in Mecklenburg (Symbolbild)

Foto: M. Weber

19.01.2026 · Güstrow. Unter dem Titel „Kirche, Klima, Handeln…“ laden der Evangelisch-Lutherische Kirchenkreis Mecklenburg und das Kirchliche EnergieWerk (KEW) zu einem Fachtag für klimagerechtes Wirtschaften ein.

Die Veranstaltung findet am Samstag, 7. März 2026, von 10 bis 16 Uhr im Veranstaltungszentrum Viehhalle (Speicherstraße 11) in Güstrow statt. Mehr zum Programm und zur Anmeldung findet sich unter: www.kirche-mv.de/klimatag

 

Klimaforscher blickt auf Folgen des Klimawandels

 

Im Mittelpunkt des Fachtages steht der Hauptvortrag des renommierten Klimafolgenforschers Prof. Dr. Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Seit mehr als drei Jahrzehnten forscht Rahmstorf zu Ursachen und Folgen des Klimawandels. In Güstrow stellt er aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse verständlich dar und ordnet sie mit anschaulichen Grafiken und Animationen ein. Dabei geht es unter anderem um die Zukunft des Pariser Klimaabkommens und die Frage, wie der Klimawandel das Leben in den kommenden Jahren prägen wird.

 

Ergänzt wird das Programm durch ein Podiumsgespräch mit Schülerinnen und Schülern sowie Gästen aus Kirche und Gesellschaft und durch sieben Workshops. Diese widmen sich konkreten Handlungsmöglichkeiten vor Ort: etwa der Nutzung kirchlicher Flächen für Photovoltaik- oder Windkraftanlagen, ökologischen Standards bei der Gebäudesanierung oder Strategien, um Skeptiker von Klimaschutzmaßnahmen zu überzeugen. Vertreterinnen und Vertreter von Kirchengemeinden treffen dabei auf Expertinnen und Experten, die praxisnah bei der Umsetzung von Klimaschutzprojekten unterstützen.

 

Impulse zum Zukunftsthema Klimaschutz geben die Schirmherrin der Veranstaltung, Nordkirchen-Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt, die mecklenburgische Pröpstin Britta Carstensen sowie Caspar Baumgart, Vorstand der Wemag. Zum Abschluss des Fachtages hält Bischof Tilman Jeremias eine Andacht unter dem Titel „Bewahrung der Schöpfung – theologische Reflexion und Alltagstauglichkeit“.

 

Landesbischöfin erinnert an Verantwortung für Gottes Schöpfung

 

Vor dem Hintergrund der Klimakrise versteht Landesbischöfin Kühnbaum-Schmidt die Kirche als „Task Force der Hoffnung“. Wörtlich sagt sie: „Die Menschheit steht vor einer großen Aufgabe. Beim Fachtag schauen wir auf die wirkungsvollen Schritte, die wir als Kirchengemeinden auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz gehen können – allein und in Kooperationen vor Ort.“ Gott halte die Welt in seinen Händen und habe die Menschen zu Mitarbeitenden an seiner Schöpfung berufen.

 

Konkrete Projekte und Möglichkeiten in Kirchengemeinden im Blick

 

Auch Wolfgang von Rechenberg, Geschäftsführer des Kirchlichen EnergieWerks (KEW), betont die Bedeutung konkreter Maßnahmen: „Schon kleine Schritte – etwa bei der Beschaffung von Büromaterialien oder beim geförderten Bau einer Elektro-Ladesäule – können vor Ort viel bewirken.“ Das KEW setzt sich im Auftrag des Kirchenkreises Mecklenburg für die Umsetzung des Klimaschutzes innerhalb der Kirche durch Beratung sowie u.a. die Betreibung von Windkraft und Photovoltaikanlagen auf Kirchenland ein. Daher steht – wie sich Kirchengemeinden in christlicher Verantwortung sowohl für die Bewahrung der Schöpfung engagieren als auch ein Mehr an Einnahmen erwirtschaften können – im Mittelpunkt des Klimatages.

 

Hintergrund: Der Kirchenkreis Mecklenburg gilt beim Klimaschutz als Vorreiter. Neben dem Kirchlichen EnergieWerk gibt es eine eigene Klimaschutzstiftung. Vor dem Hintergrund des Klimaschutzgesetzes der Nordkirche, das Klimaneutralität bis 2040 vorsieht, hatte die mecklenburgische Synode bereits im Frühjahr 2021 einen Klimaschutzplan 2030 beschlossen.

 

Jetzt online zu Fachtag und Workshops anmelden

 

Eine Anmeldung zum Fachtag am 7. März 2026 und zu den Workshops ist ab sofort online möglich unter: www.kirche-mv.de/klimatag. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.

Quelle: ELKM (cme)