Veranstaltungen und Gottesdienste zum Weltgebetstag "Kommt! Bringt eure Last."
26.02.2026 · Greifswald/Rostock. Christinnen und Christen in mehr als 150 Ländern feiern am Freitag, 6. März, den Weltgebetstag (WGT). Auch im Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis Mecklenburg und im Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis laden zahlreiche Gemeinden zu Gottesdiensten und Veranstaltungen ein. Unter dem Motto „Kommt! Bringt eure Last.“ haben Frauen aus Nigeria die Liturgie für 2026 gestaltet und eigene Lieder beigesteuert. Das Leitwort greift Jesu Einladung aus Matthäus 11 auf – eine Zusage für alle, die unter Sorgen, Belastungen oder religiösem Druck leiden.
„Landesweit wird es wieder rund 120 Veranstaltungen zum Weltgebetstag geben“, sagt Pastorin Beatrix Kempe, Referentin für die Arbeit mit Frauen im Sprengel. Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen unterstützen die Gemeinden durch regelmäßige Fortbildungen, Werkstätten und Regionaltage. Viele Veranstaltungen bringen Frauen und Männer unterschiedlicher Konfessionen zusammen. Bei Länderabenden, Informationsveranstaltungen und Gottesdiensten erfahren sie mehr über Nigeria – über das Leben von Frauen, Kultur und Traditionen sowie politische, gesellschaftliche und ökologische Herausforderungen.
Gottvertrauen in Zeiten der Furcht
Nigeria zählt rund 230 Millionen Einwohner, über 250 Volksgruppen und mehr als 500 Sprachen. Das Land gilt als wirtschaftlich stärkstes Afrikas, doch der Wohlstand kommt nicht allen zugute. Während Metropolen eine lebendige Kulturszene entwickeln, fehlt vielerorts eine Perspektive, insbesondere für junge Menschen. Konflikte und Gewalt prägen das Zusammenleben. Viele Menschen schöpfen dennoch Kraft aus ihrem Glauben. Christinnen berichten von der Stärke alleinstehender Mütter, von Vertrauen in Gott in Zeiten der Angst und von der Entschlossenheit, nicht aufzugeben. Der Weltgebetstag wird so zu einem Zeichen weltweiter Gemeinschaft, Fürbitte und gegenseitiger Ermutigung.
Lebensbedingungen von Frauen und Mädchen stärken
Das Leitmotiv des Weltgebetstags lautet: „informiert beten – betend handeln.“ Das deutsche Komitee unterstützt aktuell über 100 Projekte in Afrika, Lateinamerika, Europa und im Nahen Osten, die die Rechte und Lebensbedingungen von Frauen und Mädchen fördern. Ein Beispiel ist die Organisation CCEPI in Nordnigeria, die Betroffene von Gewalt und Missbrauch auf ihrem Weg in einen Neuanfang begleitet – mit medizinischer Hilfe, Rechtsberatung, Traumatherapie und beruflicher Qualifizierung. Finanziert werden diese Projekte vor allem durch Spenden und Kollekten aus den Gottesdiensten weltweit.
Alle Veranstaltungen zum Weltgebetstag (Suchwort: „Weltgebetstag“) in Mecklenburg und Pommern und viele weitere Termine sind hier zu finden: www.kirche-mv.de/veranstaltungen
Hintergrund
Die Teilnahme an den Weltgebetstags-Veranstaltungen der Kirchengemeinden in beiden Kirchenkreisen ist kostenfrei. Nähere Auskünfte zu den Veranstaltungen rund um den Weltgebetstag im Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis und im Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis Mecklenburg erteilen die Kirchengemeinden vor Ort (Suche auch über www.kirche-mv.de bzw. www.kirche-mv.de/veranstaltungen) sowie die Referentin für die Arbeit mit Frauen im Sprengel Mecklenburg und Pommern, Pastorin i. EA Beatrix Kempe (Telefon: 0171522 35 89, E-Mail: referentin.arbeitmitfrauen@pek.de)
Der Weltgebetstag ist die größte ökumenische Basisbewegung christlicher Frauen weltweit. In Deutschland hat die Geschäftsstelle ihren Sitz in Stein bei Nürnberg. Jährlich wird der Gottesdienst von Frauen aus einem anderen Land vorbereitet und am ersten Freitag im März in über 150 Ländern gefeiert – als Gebetskette rund um den Globus. Allein in Deutschland nehmen jährlich rund 800.000 Menschen teil, weltweit sind es mehrere Millionen. Christinnen und Christen aus evangelischen, römisch-katholischen, freikirchlichen, alt-katholischen, orthodoxen und weiteren Gemeinden feiern gemeinsam. Die Idee eines internationalen Frauen-Gebetstags entstand 1887 in Nordamerika, der erste weltweite Gebetstag wurde 1927 begangen.
Weitere Infos und Materialien: www.weltgebetstag.de
Quelle: PEK/ELKM (sk/cme)