Nordkirche Landesbischöfin grüßt muslimische Gemeinden zum Ramadan

17.02.2026 · Schwerin. Der Beginn des islamischen Fastenmonats Ramadan und der christlichen Fastenzeit fallen in diesem Jahr auf den 18. Februar. Die Landesbischöfin der Nordkirche, Kristina Kühnbaum-Schmidt, hat in einem Brief Grüße an die muslimischen Gemeinden geschickt.

Sie wünscht den Gläubigen eine „gesegnete und besinnliche Zeit der Einkehr, des Gebets und der Gemeinschaft“, wie die Nordkirche mitteilte. Dass in diesem Jahr die islamische und die christliche Fastenzeit am selben Tag (18. Februar) beginnen, sei etwas Besonderes. „Denn auch wenn sich unsere Weisen des Fastens unterscheiden, so verbindet uns der gemeinsame Wunsch, dass wir in dieser Zeit neu auf Gottes Worte hören.“

 

Dass muslimisches Leben in Deutschland „immer noch nicht selbstverständlich ist“, bewege Kühnbaum-Schmidt in diesem Jahr besonders. Sie beobachte, dass immer mehr Menschen „im Windschatten radikaler Parteien menschenverachtende Parolen nachsprechen“. Dabei brauche es ihrer Ansicht nach mehr öffentlichen und politischen Einsatz gegen jede Form von Menschenfeindlichkeit.

 

Gegenseitiges Vertrauen stärken

 

Die Landesbischöfin wünsche sich, dass Ramadan und Passionszeit Zeiten des Nachdenkens und der Neubesinnung ermöglichen und „das kontinuierliche Gespräch und ein gemeinsamer Blick auf die anstehenden Herausforderungen unser gegenseitiges Vertrauen stärken mögen“.

 

Ramadan ist der neunte Monat des islamischen Mondkalenders und gilt als heiliger Monat, in dem Musliminnen und Muslime weltweit fasten. Der Ramadan erinnert an die Zeit, in der dem Propheten Mohammed der Überlieferung zufolge der Koran offenbart wurde. Das Fasten endet täglich mit dem gemeinsamen Abendessen (Iftar). Den Abschluss bildet das Fest des Fastenbrechens, umgangssprachlich auch „Zuckerfest“ genannt, in diesem Jahr am am Abend des 20. März.

Quelle: epd