Neues Leben im Warnemünder Pfarrhaus: Propsteibüro Rostock zieht in die Kirchenstraße
Foto: Privat
31.08.2026 · Rostock. Das Warnemünder Pfarrhaus in der Kirchenstraße 1 ist ab sofort wieder voll bewohnt. In den Sommerferien zog das Büro der Propstei Rostock in das erste Obergeschoss. Propst Dirk Fey und die Sekretärin Anne Weiß verlassen damit die Rostocker Innenstadt. Zuvor lag ihr Büro in der 10. Etage des Nikolaikirchturms.
Mit dem Schulstart am Montag wird der Umzug nun im Alltag spürbar. Für das geschichtsträchtige Pfarrhaus bedeutet der Einzug ein rundes Gesamtkonzept. Das Gebäude dient nun wieder komplett als kirchlicher Knotenpunkt und Wohnraum. Neben den neuen Büroräumen beherbergt das Obergeschoss jetzt auch ein Konferenzzimmer sowie das Archiv.
Das Pastorenehepaar Stephan und Dirk Fey lebt bereits seit dem 1. April 2026 in der Dienstwohnung des Hauses. Stephan Fey ist seit dem 1. Oktober 2025 Pastor in Warnemünde. Zuvor wohnte hier bis zum Sommer des vergangenen Jahres Pastor Harry Moritz. Nach dessen Auszug wurde das Hochparterre mit der Dienstwohnung und das 1. Obergeschoss mit dem heutigen Propsteibüro energetisch saniert.
Doch was genau passiert in einem Propsteibüro? Propst Dirk Fey ist seit dem 1. Mai 2022 im Kirchenkreis Mecklenburg tätig. Er erklärt seine Aufgaben so: „Gemeinsam im Team der vier pröpstlichen Personen gestalten wir die Leitung unseres Kirchenkreises Mecklenburg Hand in Hand mit der Kirchenkreissynode und dem Kirchenkreisrat. Als Dienstvorgesetzter kümmere ich mich um verlässliche Rahmenbedingungen, damit die Pastorinnen und Pastoren vor Ort bestmöglich den Kopf frei haben für ihre eigentliche Arbeit in den Kirchengemeinden. Und nach außen bringe ich mit anderen die evangelische Stimme und unser christliches Zeugnis als Impuls in die Gesellschaft ein.“
Rostocker Nikolaikirchturm wird saniert
Der Umzug hat praktische Strukturgründe. Der Rostocker Nikolaikirchturm war früher Sitz der gesamten Kirchenkreisverwaltung. Mit der Fusion zur Nordkirche verlagerten sich diese Büros allein nach Güstrow, Neubrandenburg und Schwerin. Im Turm blieb das pröpstliche Büro zurück. Außerdem arbeitet hier die Öffentlichkeitsarbeit des Kirchenkreises Mecklenburg, das Evangelische Kinder- und Jugendwerk der Propstei Rostock sowie das Kirchliche Zentrum Nikolaikirche Rostock. Jetzt soll es eine Neuausrichtung geben. Die Räume im Turm sollen in den kommenden Jahren saniert werden. Dort entstehen neue Arbeitsplätze für noch mehr kirchliche Akteure.
Mit dem Einzug in Warnemünde rückt der Rostocker Propst zwar näher an die Menschen an der Küste. Doch die Propstei Rostock ist ein großer und vielfältiger Teil der Region. Sie zählt aktuell 46.720 Gemeindeglieder in 54 Kirchengemeinden. Diese verteilen sich auf die fünf Kirchenregionen: Rostock, Ribnitz/Sanitz, Mecklenburgische Schweiz, Güstrow und Doberan. Die Grenzen verlaufen von Rostock östlich bis Wustrow über Dargun bis Malchin und Rittermannshagen. Im Westen reichen sie von Krakow am See nördlich über Bützow und Kröpelin bis nach Kühlungsborn.
Zusammen mit den Propsteien Wismar (Pröpstin Antje Exner), Parchim (Pröpstin Sabine Schümann) und Neustrelitz (Pröpstin Britta Carstensen) bildet sie den Ev.-Luth. Kirchenkreis Mecklenburg. Dieser umfasst insgesamt 130.220 Mitglieder in 172 Kirchengemeinden. Mecklenburg ist einer von 13 Kirchenkreisen der Nordkirche. Gemeinsam mit Pommern bildet er den Sprengel Mecklenburg und Pommern unter Leitung von Bischof Tilman Jeremias.
Das Team in der Kirchenstraße 1 freut sich auf die neue Nachbarschaft. Ein großer Pluspunkt ist die hervorragende Erreichbarkeit: Vom Bahnhof Warnemünde sind es zu Fuß nur rund vier Minuten Gehzeit bis zum Pfarrhaus.
Mehr zur Kirchengemeinde: www.kirche-mv.de/warnemuende-lichtenhagen
Mehr zur Propstei Rostock: www.kirche-mv.de/mecklenburg/propstei-rostock
Quelle: ELKM (cme)