Brief an jüdische Gemeinden Landesbischöfin übermittelt Segenswünsche zum Pessachfest

03.04.2023 · Schwerin. Die Landesbischöfin der Nordkirche Kristina Kühnbaum-Schmidt sendet zum beginnenden Pessachfest (5. April) Grüße und Segenswünsche an alle Menschen jüdischen Glaubens.

Laut Kühnbaum-Schmidt sind die jüdischen Gemeinden und das jüdische Leben in Norddeutschland „ein Geschenk und einen Segen“, wie die Nordkirche am Montag mitteilte. „Ich freue mich darüber, wie sichtbar und präsent jüdisches Leben im Bereich unserer Landeskirche ist und dass es viele gute nachbarschaftliche Kontakte zwischen jüdischen und christlichen Gemeinden gibt“, schreibt die Landesbischöfin in ihrem Brief an die jüdischen Gemeinden.

 

Kühnbaum-Schmidt müsse dennoch mit Entsetzen registrieren, wie Jüdinnen und Juden in Deutschland zunehmend antisemitische Anfeindungen erleiden und der Staat Israel angegriffen werden. Ihr sei bewusst, dass dabei Motive der von christlichen Kirchen früher vertretenen Judenfeindschaft zu erkennen seien, schreibt die Landesbischöfin, betont aber, dass die Nordkirche sich intensiv und kritisch mit diesen Denkmustern auseinandersetze. „Ich versichere Ihnen, dass unsere Kirche auch zukünftig allen Formen von Antijudaismus und Antisemitismus in Theologie und Glaubenspraxis, in Staat und Gesellschaft klar entgegentreten wird“, schreibt Kühnbaum-Schmidt.

 

Das Pessachfest gehört zu den wichtigsten Festen des Judentums. Es erinnert an den Auszug aus Ägypten, also die Befreiung der Israeliten aus der Sklaverei. Ein Bestandteil des einwöchigen Familienfestes ist der Verzehr von Matzen, dünne Brotfladen aus ungesäuertem Teig, weswegen es auch „Fest der ungesäuerten Brote“ heißt. In diesem Jahr dauert Pessach von Sonnenuntergang am Mittwoch (5. April) bis zum Anbruch der Nacht am 13. April.

Quelle: epd