Pommersche Kirchenkreissynode beschließt Haushalt 2023 Stabile Finanzlage prognostiziert

Die Leiterin der Finanzabteilung, Diana Schulmeister, erläuterte den Synodalen den Haushalt des pommerschen Kirchenkreises für das Jahr 2023.

Foto: kirche-mv.de/D. Vogel

12.11.2022 · Greifswald. Auf ihrer Herbsttagung in Greifswald beschloss die Pommersche Kirchenkreissynode am heutigen Sonnabend den Haushaltsplan 2023 in Höhe von rund 17,5 Millionen Euro sowie den darin enthaltenden Stellen- und den Pfarrstellenplan.

Im Vergleich zu früheren Prognosen stehen dem Kirchenkreis damit rund zwei Millionen Euro mehr als erwartet zur Verfügung. Eine Entwicklung, die hauptsächlich den durch den Kirchenkreis früh- und rechtzeitig ergriffenen Sparmaßnahmen in Verbindung mit einer trotz anhaltender Krisen soliden wirtschaftlichen Lage zu verdanken ist. Dadurch kam es zu einem höheren Kirchensteueraufkommen als prognostiziert wurde. Den Haushalt des Kirchenkreises sowie den Stellen- und den Pfarrstellenplan erläuterten der kommissarische Vorsitzende des Finanzausschusses, Pastor Michael Mahlburg, der Vorsitzende des Kirchenkreisrats, Propst Gerd Panknin, sowie Diana Schulmeister, Leiterin der Finanzabteilung.

 

Dank an die Finanzabteilung

 

Gerd Panknin lobte die Arbeit und das Engagement der Finanzabteilung und des Finanzausschusses und sprach seine herzliche Anerkennung aus. „Im Namen des Kirchenkreisrates danke ich für die große Sachkompetenz“, so der Propst. Zudem erfülle es ihn mit besonderer Freude, dass der Haushalt 2023 und die Prognosen für die kommenden Jahre auf eine stabile Finanzsituation für den Kirchenkreis hindeuten. Die pommersche Synode hatte im Frühjahr 2021 viele Maßnahmen auf den Weg gebracht, deren Wirkung im Haushaltsplan sichtbar wird. Trotz dieser Einsparungen konnten die vielfältigen Arbeitsbereiche im Kirchenkreis erhalten sowie Personalstellen gesichert werden. Das Haushaltsvolumen für das Jahr 2023 ist nun fast wieder auf einem Niveau wie vor der Pandemie. Allerdings sei dabei auch zu bedenken, dass der Geldwert nicht mehr dem Jahr 2019 entspreche, lautete eine Bewertung aus der Finanzabteilung.

 

Stellen- und Pfarrstellenplan

 

Zu den Veränderungen im Stellenplan zählt unter anderem eine neu eingeplante Stelle für Gemeindepädagogik im Anerkennungsjahr, die zunächst auf vier Jahre befristet ist. Mit einem weiteren Beschluss werden Kirchengemeinden, die Stellen in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit Förderanteilen neu einrichten, bei der Finanzierung der Eigenmittelanteile unterstützt. Dafür stehen jährlich pro Propstei 35.000 Euro über einen Zeitraum von vier Jahren zur Verfügung. „Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist für uns existentiell“, sagte Gerd Panknin. Zudem wurde die erfolgreiche Projektstelle für Orgelunterricht bis zum Jahr 2026 verlängert und eine Friedhofsbeauftragten-Stelle des PEK geschaffen, die bis 2028 befristet ist. Ebenfalls neu im Stellenplan sind zwei Azubi-Stellen für die Ausbildung zur Verwaltungsfachkraft. „Auf diese Weise wollen wir als Kirchenkreis dem Fachkräftemangel entgegenwirken und hoffen gleichzeitig, damit unseren eigenen Nachwuchs auszubilden“, so Propst Gerd Panknin. Der Stellenplan sei ein Ausdruck dafür, dass der Kirchenkreis noch stärker als bisher in Personalstellen und damit in Menschen investiere, weniger in Bausubstanz, so der Propst. Der von der Synode beschlossene Pfarrstellenplan für das Jahr 2023 umfasst rund 99,7 Pfarrstellen. Die Mitarbeitendenstelle für Konfirmandenarbeit wurde von der Synode wieder in eine Pfarrstelle verändert. Mehrere Vakanzen stellen den Kirchenkreis vor allem in der Propstei Pasewalk vor Herausforderungen, machte Gerd Panknin deutlich. Diese Problematik werde künftig noch stärker in den Blick genommen.

 

Weitere Informationen und Bilder: 10. Tagung der II. Kirchenkreissynode

Quelle: PEK (sk/dav)