Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung Diakonie MV fordert mehr Teilhabe von Behinderten

03.12.2021 · Schwerin. Das Diakonische Werk Mecklenburg-Vorpommern fordert von der neuen Landesregierung die sofortige Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes. Anlässlich des Internationalen Tags der Menschen mit Behinderung kritisierte die Diakonie die Umsetzung des seit 2018 geltenden Gesetzes im Land, wie diese mitteilte.

Menschen mit Behinderung hätten einen gesetzlichen Anspruch auf einen Integrierten Teilhabeplan (ITP). Sie sollen aktiv in jeden Schritt einbezogen werden und stehen im Mittelpunkt des Verfahrens. „Noch immer haben in unserem Land gerade einmal die Hälfte der Menschen mit Behinderung einen Integrierten Teilhabeplan“, sagte Diakonie-Vorständin Henrike Regenstein.

 

Für einen ITP sei es notwendig, die individuellen Bedarfe, wie etwa die Unterstützung beim selbstständigen Wohnen oder Hilfe bei der Mobilität, zu ermitteln. Daran müssten alle Menschen mit Behinderung unabhängig von ihren Fähigkeiten beteiligt werden, so Regenstein.

 

Seit Anfang 2018 ist das Bundesteilhabegesetz (BTHG) in Kraft. Grundlage dafür sei die UN-Behindertenrechtskonvention. In Mecklenburg-Vorpommern leben nach Diakonie-Angaben knapp 200.000 Menschen mit Behinderung. Das entspreche rund zwölf Prozent der Bevölkerung.

Quelle: epd