Flüchtlingskrise ZdK-Präsident Glück für Debatte über Begrenzung der Zuwanderung

18.09.2015 · Passau.

Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, hat sich für eine gesellschaftliche Debatte über eine Begrenzung und Steuerung der Zuwanderung ausgesprochen. "Im Asylrecht gibt es tatsächlich keine Begrenzung. Das heißt aber nicht, dass es nicht eine Grenze und eine notwendige Steuerung für die Zuwanderung insgesamt gibt", sagte Glück der "Passauer Neuen Presse".

Deutschland sei "offensichtlich nicht an der Grenze des Willens zu einer guten Willkommenskultur angekommen", gegenwärtig aber "sehr wohl an der Grenze, was die logistischen Kapazitäten angeht", sagte der frühere CSU-Politiker. "Wir kommen auf Dauer um eine Begrenzung nicht herum", betonte der Präsident der katholischen Laienorganisation. Damit beginne allerdings "eine sehr schwierige, aber notwendige gesellschaftliche Debatte" darüber, wie eine Begrenzung möglich sei.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte in der vergangenen Woche betont, das Grundrecht auf Asyl für politisch Verfolgte kenne keine Obergrenze. In diesem Jahr werden nach bisheriger Prognose des Bundesinnenministeriums bis zu 800.000 Flüchtlinge in Deutschland erwartet.

Quelle: epd