Katholische Kirche Erzbischof Heiner Koch zum Antrittsbesuch in der Staatskanzlei empfangen
01.10.2015 · Schwerin.Der neue Bischof des katholischen Erzbistums Berlin, Heiner Koch (61), ist am Mittwoch in Schwerin von Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) zum Antrittsbesuch in der Staatskanzlei empfangen worden. Im Anschluss sagte Sellering, die Zusammenarbeit mit der katholischen Kirche sei von großer Wichtigkeit und sehr gut. Sie müsse im Bereich der Flüchtlingsarbeit noch intensiviert werden. Ausdrücklich dankte er den Maltesern und der Caritas für ihren Einsatz. Erzbischof Koch betonte, dass sich die katholische Kirche bewusst als eine Kirche sehe, die in die Gesellschaft geht und sich ihrer Mitverantwortung stellt. Dazu gehöre auch das soziale Engagement für Flüchtlinge.
Dass die katholische Kirche in Vorpommern wächst, liegt nach Angaben von Heiner Koch an polnischen Zuzüglern sowie an vielen Menschen, die aus Westdeutschland beispielsweise in die Universitätsstadt Greifswald ziehen. Dies sei eine große Bereicherung sowie eine Herausforderung, neue Wege zu gehen. Die polnischen Katholiken suchten sehr bewusst eine Beheimatung auch in den deutschen Kirchengemeinden. Dies werde auch wegen der unterschiedlichen kulturellen Hintergründe aber nicht ganz spannungsfrei sein.
Der gebürtige Düsseldorfer Heiner Koch war am 8. Juni dieses Jahres zum Erzbischof von Berlin ernannt worden. Er steht an der Spitze von knapp 410.000 Katholiken, davon leben allein in Berlin rund 325.000. Sein Erzbistum umfasst neben Berlin Teile Brandenburgs und Vorpommerns. In der Hauptstadt liegt der Anteil der Katholiken an der Gesamtbevölkerung bei neun Prozent, in Brandenburg bei 3,1 Prozent. In Mecklenburg-Vorpommern gehören etwa 3,4 Prozent (54.500) der Einwohner der katholischen Kirche an. Davon leben etwa 14.200 in Vorpommern.
Quelle: epd