Netzwerk soll geschaffen werden Dienste und Werke der Nordkirche wollen mehr Bildungsarbeit für Klimaschutz

01.05.2015 · Kiel.

Die überregionalen Dienste und Werke der Nordkirche wollen die Bildungsarbeit für den Klimaschutz verstärken. Dazu soll ein nordkirchliches Netzwerk in Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern geschaffen werden, um ehrenamtliche Klima-Beauftragte zu schulen und zu qualifizieren. Umweltpastor Jan Christensen sollte bei der Koordination mitwirken. "Klimaschutz ist nicht nur eine Sache von Technik und Berechnung, sondern auch von Willensbildung", heißt es in einer am Donnerstag in Kiel veröffentlichen Stellungnahme der Kammer für Dienste und Werke.

Die Nordkirche will bis 2050 klimaneutral sein. Die Landessynode hatte im September 2014 ein Klimaschutzgesetz auf den Weg gebracht. Die erste Lesung soll im September 2015 auf der Tagesordnung des Kirchenparlaments stehen. Die 13 Kirchenkreise sowie die Dienste und Werke sollen zuvor Stellungnahmen abgeben. Die Kammer ist die kirchenpolitische Vertretung der landeskirchlichen Dienste und Werke wie Frauenwerk, Diakonische Werke, Jugendpfarramt und Amt für Öffentlichkeitsdienst.

Die bislang geplante Finanzierung eines Klimaschutzfonds in Höhe von 0,8 Prozent des jährlichen Kirchensteueraufkommens hält die Kammer für "eher zu gering". Das Finanzaufkommen und die Mittelverwendung sollten jährlich überprüft werden, heißt es in der Stellungnahme, von der Kammer einstimmig verabschiedet wurde.

Der Klimaschutzfonds ist an der Kirchenbasis umstritten. Dabei wird die Höhe der Abgabe meist nicht infrage gestellt. Kirchenkreise wie Altholstein, Rendsburg-Eckernförde und Mecklenburg lehnen aber einen von der Landeskirche zentral verwalteten Fonds ab. So würde beispielsweise Mecklenburg nach einem jüngsten Beschluss der Kirchenkreissynode die derzeit etwa 180.000 Euro lieber in Eigenregie ausgeben. Der Kirchenkreis Plön-Segeberg lehnt dagegen das ganze Gesetz ab.

Quelle: epd