Konferenz: Wozu braucht Schule Religion? Erste Schulleitungstagung der Nordkirche

09.03.2015 · Kiel. In Kiel ist am Sonnabend die erste Schulleitungstagung der Nordkirche beendet worden. Mehr als 50 Leiterinnen und Leiter aus allen Schularten hatten an der zweitägigen Konferenz teilgenommen.

Nach den Worten von Kurt Edler, Referatsleiter am Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung in Hamburg, ist eine plurale Gesellschaft auf eine dialogfähige Religiosität angewiesen. Eine solche "gebildete Religiosität" sei angesichts der weltweiten Fundamentalisierung unverzichtbar. Den Schulen komme dabei "eine eminent wichtige Aufgabe" zu.

Das Bildungswesen stehe heute vor neuen Herausforderungen, sagte der Schleswiger Bischof Gothart Magaard. An die Stelle eines verbindlichen Bildungs- und Sittenkanons seien ethnisch-kulturelle Vielfalt und weltanschauliche Pluralität getreten. Für das christliche Menschenbild sei zentral, dass jedem Menschen eine unantastbare Würde zukomme. Magaard: "Diese Würde ist unabhängig von seinen individuellen Leistungen und Fähigkeiten."

Die Schulleitungstagung endete mit einer Lesung von Marianne Birthler, der ehemaligen Leiterin der Stasi-Behörde, aus ihrem Buch "Halbes Land. Ganzes Land. Ganzes Leben." Die nächste Tagung ist für März 2016 geplant.

Quelle: epd