8.311 Anträge im Jahr 2014 Interesse an Stasi-Akten in Mecklenburg-Vorpommern ungebrochen
25.01.2015 · Berlin/Schwerin.In Mecklenburg-Vorpommern wollen immer mehr Menschen wissen, welche Informationen der DDR-Staatssicherheitsdienst heimlich über sie oder ihre verstorbenen Eltern und Großeltern gesammelt hat. Im vergangenen Jahr wurden im Nordosten 8.311 Anträge von Bürgern auf persönliche Akteneinsicht gestellt, das waren 891 mehr als im Jahr 2013, teilte die Pressestelle des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen mit. In der Schweriner Außenstelle gingen 3.006 Anträge, in Rostock 3.082 und in Neubrandenburg 2.223 ein.
Im Bereich Medien und Forschung gab es im Nordosten insgesamt 71 Anträge, vier weniger als 2013. Für Rehabilitierung, Wiedergutmachung und Strafverfahren wurden 291 Ersuchen gestellt, das waren 55 weniger als ein Jahr zuvor. Bundesweit gingen bei der Stasi-Unterlagen-Behörde im vergangenen Jahr knapp 68.000 Anträge auf persönliche Akteneinsicht ein und damit über 3.000 mehr als 2013.
Nach Angaben der Außenstelle Neubrandenburg ging es bei den dort im vergangenen Jahr eingegangenen Ersuchen für Forschung und Medien insbesondere um den 25. Jahrestag der Friedlichen Revolution und des Mauerfalls. Eine Promotion beschäftigte sich mit den Kirchentagen der mecklenburgischen und pommerschen evangelischen Kirche.
Quelle: epd