Begegnung von Wirtschaft und Nordkirche in Schwerin Landesbischof Ulrich: „Christlicher Glaube stärkt Menschen im Berufsleben“

Malermeister Sylvio Schallnass erläutert den Gästen beim Rundgang durch das Bildungs- und Technologiezentrum der Handwerkskammer Schwerin die Aus- und Fortbildungsinhalte für Maler.

Foto: C. Meyer

18.02.2015 · Schwerin.

Nordkirchen-Landesbischof Gerhard Ulrich hat für einen stärkeren Dialog der Generationen geworben. „Wir Älteren können die Jugendlichen dabei unterstützen, Beruf und Familie miteinander zu verbinden. Dabei müssen wir ihnen aber auch von unseren eigenen Fehlern auf diesem Weg erzählen“, sagte Ulrich am Dienstagabend im Rahmen der „Begegnung Wirtschaft und Kirche“ in Schwerin.

„Religionsunterricht und Religionsgespräche gehören nicht allein in die Schule. Auch in der Berufsausbildung und beim Start in den Job können sie jungen Menschen Kraft und Orientierung vermitteln. Christlicher Glaube stärkt Menschen im Berufsleben. Er hilft mit Krisen umzugehen und zeigt, dass es neben dem Beruf noch andere wichtige Bereiche gibt“, so der Landesbischof.

Der Journalist Erik Albrecht hielt ein Impulsreferat zum Thema „Arbeiten im Zeichen des ‚Y‘: Wie die 15- bis 30-Jährigen denken und was sie wollen“. Sie seien „Egotaktiker, die sich in einem Dschungel aus Optionen zurechtfinden müssen“, sagte Albrecht. Ihnen sei eine gute „Work-Life-Balance“ wichtig. „Diese Generation sucht selbstbestimmtes Arbeiten, persönliche Freiheit bei der Arbeit – also eine Arbeit, die erfüllt.“ Für viele junge Menschen sei die Sinnfrage ein Kompass auf ihrem Weg durchs Leben.

Die Nordkirche hatte gemeinsam mit dem Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt (KDA) zum zweiten Mal zu Gespräch und Begegnung eingeladen und mit rund 100 Gästen aus Wirtschaft, Politik und Kirche über das Thema „Junge Menschen in Deutschland: angepasst, egoistisch oder heimliche Revolutionäre?“ diskutiert.

Quelle: Nordkirche/kmv