Asylpolitik Caffier sieht Kosovo als sicheres Herkunftsland
13.02.2015 · Schwerin.Innenminister Lorenz Caffier (CDU) unterstützt die Forderung, das Kosovo als sicheres Herkunftsland im Asylverfahrensgesetz einzustufen. Es reiche nicht aus, dass nur Bosnien, Mazedonien und Serbien als sichere Herkunftsstaaten gelten, sagte Caffier. Die äußerst geringe Anerkennungsquote bei Asylanträgen aus dem Kosovo von 1,08 Prozent belege, dass keine Schutzbedürftigkeit für Kosovaren bestehe. Caffier ist Sprecher der unionsgeführten Innenressorts der Länder.
Durch das im November 2014 in Kraft getretene Gesetz werden die Balkanstaaten Bosnien und Herzegowina, Mazedonien und Serbien als sichere Herkunftsstaaten eingestuft, um aussichtslose Asylanträge von Angehörigen dieser Staaten schneller bearbeiten und die Betroffenen schneller abschieben zu können.
Nach Angaben des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann (CSU) vom Dienstag (10. Februar) steigt die Zahl der Asylbewerber aus dem Kosovo seit Oktober 2014 stark: Im Dezember 2013 hätten noch 304 Kosovaren in Deutschland Asyl beantragt, ein Jahr später bereits 1.461. Im Dezember 2014 habe das Kosovo bereits an dritter Stelle der Hauptherkunftsländer der Asylbewerber gestanden. Anfang Februar hätten sich 8.000 Kosovaren auf dem Weg nach Deutschland befunden. Das bayerische Kabinett sprach sich bereits dafür aus, das Kosovo und Albanien als sichere Herkunftsländer einzustufen.
Quelle: epd