Flüchtlinge Knapp 900 Abschiebungen aus Mecklenburg-Vorpommern, fast 17.000 bundesweit
10.12.2015 · Berlin/Schwerin.Die Bundesländer haben in diesem Jahr bereits rund 16.700 Menschen abgeschoben. Spitzenreiter sind Bayern und Nordrhein-Westfalen, die von Januar bis November jeweils etwa 3.000 Ausländer abgeschoben haben, wie aus einer vom Mediendienst Integration am Mittwoch veröffentlichten Statistik hervorgeht. Die Experten hatten dazu alle Bundesländer befragt. Wesentlich mehr Menschen verließen aber freiwillig das Land: Die Zahl der freiwilligen Ausreisen lag im laufenden Jahr bis Ende November bei mehr als 34.500.
Laut Statistik wurden bis November 2015 in Mecklenburg-Vorpommern 879 Menschen abgeschoben, 477 waren es im gesamten vorigen Jahr. 512 Menschen reisten 2015 bislang freiwillig aus. 3.691 Menschen in Hamburg sind theoretisch ausreisepflichtig, 1.008 von ihnen sind geduldet, etwa weil sie aus Kriegsgebieten kommen.
Der Umfrage zufolge haben Baden-Württemberg und Hessen jeweils rund 1.800 Abschiebungen durchgesetzt, Sachsen rund 1.250. In allen anderen Bundesländern lag die Zahl im dreistelligen Bereich mit Ausnahme von Bremen. Die Hansestadt schob nach eigenen Angaben 32 Menschen ab.
2014 hat Deutschland laut einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion aus dem Frühjahr knapp 10.900 Menschen abgeschoben. Wegen der hohen Zahl Asylsuchender in diesem Jahr hatte der Bund wiederholt darauf gedrungen, dass die Bundesländer in diesem Bereich konsequenter vorgehen.
Quelle: epd