MV Statistik 55 Prozent mehr Empfänger von Asylbewerberleistungen in 2014
13.08.2015 · Schwerin.In Mecklenburg-Vorpommern ist die Zahl der Flüchtlinge, die Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz bezogen, in den vergangenen beiden Jahren um mehr als die Hälfte gestiegen. Wie das Statistische Landesamt mitteilte, gab es zum Jahresende 2014 im Nordosten 6.762 Leistungsempfänger, das waren 55 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
39 Prozent der Asylbewerber stammten 2014 aus Europa, 35 Prozent aus Asien und 22 Prozent aus Afrika. Die 2.614 Leistungsbezieher aus Europa stammten vorwiegend aus Russland, der Ukraine und Serbien. Aus Asien erhielten vorwiegend syrische, afghanische oder armenische Staatsbürger Asylbewerberleistungen. Die afrikanischen Leistungsempfänger kamen in der Mehrzahl aus Ghana, Eritrea und Ägypten.
Ende 2014 waren 69 Prozent der Leistungsbezieher zwischen 18 und 64 Jahren alt, nur ein Prozent war noch älter. Fast zwei Drittel (63 Prozent) der Empfänger waren männlich. Die männlichen Asylbewerber waren durchschnittlich 26,3 Jahre alt, die weiblichen 24,5 Jahre. Unter den Regelleistungsempfängern waren 1.192 Ehepaare, die mit noch minderjährigen Kindern nach MV kamen.
Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz sollen den Bedarf an Ernährung, Unterkunft, Heizung, Kleidung, Gesundheits- und Körperpflege sowie Gebrauchs- und Verbrauchsgütern des Haushalts absichern und werden vorrangig als Sachleistungen gewährt. Zusätzlich gibt es ein monatliches Taschengeld, um persönliche Bedürfnisse des täglichen Lebens abzudecken.
Neben den Regelleistungen können nach dem Asylbewerberleistungsgesetz auch Mittel für spezielle Bedarfe gewährt werden. 2014 erhielten 3.165 Flüchtlinge parallel zu den Regelleistungen solche besondere Leistungen. Für 87 Prozent der Fälle waren Krankheit, Schwangerschaft oder Geburt der Grund dafür.
Quelle: epd