Forsa-Erhebung zur Lebenszufriedenheit MV rutscht laut "Glücksatlas" auf drittletzten Platz ab

09.10.2014 · Schwerin/Berlin.

Die Lebenszufriedenheit der Menschen in Mecklenburg-Vorpommern hat sich verschlechtert. Im bundesweiten Ranking rutschte der Nordosten um zwei Plätze nach unten und befindet sich jetzt mit einem Glücksindex von 6,67 vor Sachsen-Anhalt (6,64) und Brandenburg (6,60) auf dem drittletzten Platz. Das geht aus dem am Mittwoch in Berlin vorgestellten "Deutschen Glücksatlas 2014" hervor. Grund für die Verschlechterung in MV seien niedrige Zufriedenheitswerte in den Bereichen Arbeit und Gesundheit.

Den Angaben zufolge sind die Menschen in Norddeutschland bundesweit am glücklichsten, die Ostdeutschen am unzufriedensten. Mit einem Glücksindex von 7,30 erzielt Schleswig-Holstein den Spitzenwert. Es folgen Hamburg mit 7,18, Niedersachsen mit 7,15 und Baden mit 7,08. Insgesamt liegen die westlichen Regionen Deutschlands eng beieinander.

Schwerpunkt der aktuellen Forsa-Erhebung zur Lebenszufriedenheit der Bundesbürger, die jährlich im Auftrag der Deutschen Post erstellt wird, ist in diesem Jahr das Thema Inklusion. So spricht sich zwar fast jeder Bundesbürger für eine "inklusive Gesellschaft" aus. Bei der praktischen Umsetzung zum gleichberechtigten Miteinander von Behinderten und Nicht-Behinderten fällt die Akzeptanz der Deutschen dagegen geringer aus.  

Insgesamt befürworten demnach 98 Prozent der Bevölkerung eine "inklusive Gesellschaft". Allerdings ist mehr als jeder vierte Bundesbürger (27 Prozent) dagegen, dass Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam lernen. 64 Prozent der Befragten sind dafür. Zudem haben 44 Prozent der Deutschen Verständnis für Unternehmen, die lieber eine Abgabe bezahlen, als Arbeitnehmer mit Behinderung zu beschäftigen. Die Mehrheit (54 Prozent) hat für diese Praxis allerdings kein Verständnis.

Quelle: epd