"Ökumenische Beziehungen besitzen hohen Stellenwert" Nordkirche bekräftigt Partnerschaft mit Diözese Lichfield in England

26.11.2014 · Schwerin.

Die Nordkirche und die anglikanische Diözese Lichfield in England wollen ihre Partnerschaft offiziell besiegeln. Am Sonnabend (29. November) werden Nordkirchen-Landesbischof Gerhard Ulrich und Jonathan Gledhill, Bischof der Diözese Lichfield, in der Kathedrale von Lichfield eine Partnerschaftsvereinbarung unterzeichnen. Dazu reist eine Delegation der Nordkirche in die Diözese Lichfield, eine der ältesten und größten Diözesen der anglikanischen Kirche von England. 

Landesbischof Gerhard Ulrich sagte, er freue sich auf die Reise und sei neugierig, "die seit vielen Jahren bestehende Partnerschaft zwischen der Diözese und der ehemaligen mecklenburgischen Landeskirche persönlich erleben zu können". Die zu unterzeichnende Übereinkunft zeige, "welchen hohen Stellenwert wir als Nordkirche unseren ökumenischen Partnerschaftsbeziehungen beimessen". Die Diözese Lichfield ist eine von drei englischen Partnerdiözesen der Nordkirche. Ende September hatte die Landessynode der Nordkirche die Partnerschaftsvereinbarungen beschlossen.

Versöhnungsarbeit

Vor allem im Gedenken an den Ausbruch des  Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren betonen alle drei Schriften die besondere Bedeutung der Versöhnungsarbeit zwischen beiden Kirchen, den gegenseitigen Austausch und das Gebet füreinander. „Das Engagement für Frieden und Versöhnung war immer ein großer Schwerpunkt in der Partnerschaftsarbeit, gerade zwischen deutschen und englischen Kirchen“, erläuterte Europareferentin Christa Hunzinger vom Zentrum für Mission und Ökumene der Nordkirche. Sie gehört der Delegation nach Lichfield an und hat die Vereinbarung mit vorbereitet.

Die Partnerschaft mit der Diözese Lichfield begann in den 1980er Jahren in der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs. Seit 1999 wird für jeweils fünf Jahre ein "Covenant" (Bund) geschlossen. Die Beziehungen mit den anderen beiden Diözesen Ely und Durham entwickelten sich in der damaligen Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche in den 1990er Jahren.

Quelle: Nordkirche/epd