Landessynode beendet Nordkirche unterstützt Friedensarbeit in der Ukraine - Nächste Synode wird live übertragen

Die Landessynode im Maritim Hotel Lübeck-Travemünde

© kirche-mv.de/D. Vogel

14.06.2014 · Lübeck-Travemünde. Die Nordkirche hat die Kirchen in der Ukraine ermutigt, ihre Friedensarbeit fortzusetzen. Notwendig sei ein breiter Dialog mit allen Ukrainern, heißt es in einer Resolution, den die Synode am Sonnabend in Lübeck-Travemünde beschlossen hat. Die nächste Klima-Synode soll erstmals in Teilen live im Fernsehen übertragen werden.

"Wir beten für einen eigenen Weg der Ukraine", heißt es in der Resolution. Zudem wird auf die bedrohliche Lage in Estland, Lettland und Litauen hingewiesen. Von einer einseitigen Verurteilung der russischen Politik sah die Synode ab. In der Ukraine sind am Sonnabend bei einem Flugzeug-Abschuss durch pro-russische Kämpfer 49 Soldaten getötet worden.

Zuvor hatte Ralf Haska, evangelischer Pastor in der ukrainischen Hauptstadt Kiew, über die Friedensarbeit vor Ort berichtet. Evangelische, Katholische, Griechisch-Orthodoxe und Russisch-Orthodoxe Kirche hätten in Kiew Runde Tische zwischen Protestierern und Sicherheitskräften organisiert. Die evangelische Kirche St. Katharina ist nur wenige Meter vom Maidan-Platz entfernt und diente während der Proteste als Lazarett. Inzwischen sei das Leben seiner Kiewer Gemeinde "relativ normal" und das Lazarett mittlerweile aufgelöst.

Nächste Synode live im TV und Internet

Der Offene Kanal Kiel wird die Klima-Synode vom 25. bis 27. September in Teilen live im Fernsehen und Internet übertragen. Vize-Präses Thomas Baum warb dafür, dass dadurch auch einfache Gemeindemitglieder die Debatte verfolgen könnten. Gegner befürchteten, dass sich ungeübte Redner künftig zurückhalten würden. Auch sei ein kontroverses Thema wie die Finanzierung des Klimaschutzes für eine Live-Übertragung ungeeignet. Bei der vorigen Tagung war ein ähnlicher Vorschlag noch abgelehnt worden.

Um unabhängige Kirchengerichte zu garantieren, hat die Synode ein neues Gesetz zum Richterwahlausschuss beschlossen. Vorgesehen sind in der Nordkirche ein Verfassungs- und Verwaltungsgericht, ein Disziplinargericht und ein Gericht für mitarbeitervertretungsrechtliche Streitigkeiten. Beschlossen wurde auch ein Gesetz über die kirchlichen Siegel. Es ersetzt die unterschiedlichen Regelung in den ehemaligen Landeskirchen Nordelbien, Mecklenburg und Pommern.

Quelle: epd