119. Jahreskonferenz Evangelische Allianz erinnert an Herbst 1989 in der DDR
29.07.2014 · Bad Blankenburg.Die Glaubensbewegung Deutsche Evangelische Allianz erwartet zu ihrer 119. Jahreskonferenz ab Mittwoch im thüringischen Bad Blankenburg bis zu 3.000 Teilnehmer. Einer der thematischen Schwerpunkte des Treffens sei die friedliche Revolution vor 25 Jahren in der DDR. Zu einer Veranstaltung dazu wird am Samstag auf dem Markt der Kurstadt als Gast der frühere sächsische Oberlandeskirchenrat Harald Bretschneider erwartet.
Der Theologe gehört zu den Wegbereitern des Umbruchs im Herbst 1989 und gilt als Initiator des Aufnähers "Schwerter zu Pflugscharen". Bei dem bundesweiten Jahrestreffen bis Sonntag stehen unter dem Motto "Alles wird gut. Josef" in Seminaren und Brennpunkten Aspekte der Geschichte aus dem Alten Testament im Mittelpunkt.
Geplant sind auch Veranstaltungen zu Themen wie etwa "Familiengeheimnisse und Tabus" und zur Situation 25 Jahre nach der friedlichen Revolution. Der Vorsitzende der Unions-Bundestagsfraktion, Volker Kauder (CDU), hält zudem ein Referat unter dem Leitwort "Kein Geschäft mit dem Tod - Sterbebegleitung statt Sterbehilfe".
Die Kurstadt Bad Blankenburg gilt seit dem ersten Treffen von 1886 als zentraler Ort der Allianzbewegung in Deutschland. Nach der Wiedervereinigung wurde die Stadt 1991 zum Hauptsitz der Glaubensbewegung. Der Zusammenschluss versteht sich als "Netzwerk evangelikaler Christen" mit einem pietistisch, freikirchlich oder charismatisch geprägten und eher konservativen Glaubensverständnis.
Die jährlichen Konferenzen gehören zu den am stärksten besuchten kirchlichen Veranstaltungen in Ostdeutschland. Etwa drei Viertel der Konferenzteilnehmer sind jünger als 30 Jahre. Bundesweit beteiligen sich an den Aktivitäten der Allianz etwa 1,3 Millionen Menschen. Arbeitsfelder sind diakonische, pädagogische, publizistische und missionarische Tätigkeiten in mehr als 230 Einrichtungen.
Quelle: epd