Nordkirche Magaard tritt zur Schleswiger Bischofswahl an - Gegenkandidatin ist die Pröpstin aus Bad Gandersheim

Elfriede Knotte und Gothart Magaard treten zur Schleswiger Bischofswahl an

© Klaus Kohn / Wolfgang Pittkowski

18.01.2014 · Schleswig. Der Schleswiger Bischofsvertreter Gothart Magaard (58) und die Bad Gandersheimer Pröpstin Elfriede Knotte (57) aus der evangelischen Landeskirche Braunschweig treten zur Schleswiger Bischofswahl an. Gewählt wird am 11. April im Schleswiger Dom. 

Knotte wurde in Nümbrecht im südlichen Nordrhein-Westfalen geboren und studierte in Wuppertal und Göttingen Theologie. Nach dem zweiten Examen wurde sie in Braunschweig zur Pastorin ordiniert. Knotte arbeitete zunächst in der Gemeinde Salzgitter Thiede und dann in Immenrode. 1995 kandidierte sie als erste Frau in der Braunschweiger Landeskirche für das Propstamt und wurde gewählt. Knotte ist verwitwet und hat zwei erwachsene Kinder.

Magaard wurde in Flensburg geboren und studierte Theologie in Berlin und Hamburg. Ordiniert wurde er im Hamburger Michel. Magaard arbeitete als Pastor in Hamburg-Jenfeld und wurde 1989 theologischer Referent im nordelbischen Kirchenamt (Kiel). Zwischen 1991 und 2005 leitete er das Predigerseminar Preetz. 2005 wurde er Personaldezernent der Nordelbischen Kirche. Im Oktober 2009 übertrug ihm die Kirchenleitung die bischöflichen Aufgaben im Sprengel (=Bischofsbezirk) Schleswig und Holstein. Magaard ist verheiratet und hat vier erwachsene Kinder.

Die Wahl wird notwendig, weil der ehemalige Schleswiger Bischof Gerhard Ulrich (62) seit Juni 2013 Landesbischof der Nordkirche ist. Er war seit Juli 2008 Schleswiger Bischof und wurde von Magaard vertreten, weil er den Fusionsprozess zur Nordkirche maßgeblich begleitete. Die Nordkirche ist ein Zusammenschluss der ehemaligen Landeskirchen von Nordelbien, Mecklenburg und Pommern.

Im Sprengel Schleswig und Holstein leben über eine Million evangelische Christen. Zu ihm gehören die acht Kirchenkreise Altholstein, Dithmarschen, Nordfriesland, Ostholstein, Plön-Segeberg, Rantzau-Münsterdorf, Rendsburg-Eckernförde und Schleswig-Flensburg sowie die Nordschleswigschen Gemeinde in Dänemark mit insgesamt 365 Kirchengemeinden.

Laut Bischofswahlgesetz (Paragraf 5, Absatz 3) können weitere Kandidaten benannt werden. Sie müssen von einem Viertel der Nordkirchen-Synodalen unterstützt werden. Ein solcher Vorschlag müsste spätestens am 6. März bei Präses Andreas Tietze eingehen. Bislang ist jeweils ein Vorstellungsgottesdienst im Schleswiger Dom vorgesehen: Pröpstin Knotte wird am 16. März (14 Uhr), Bischofsvertreter Magaard am 23. März (14 Uhr) predigen.

Quelle: epd