Holocaust Landtag gedenkt am 27. Januar der NS-Opfer
14.01.2014 · Schwerin.Der Landtag von Mecklenburg-Vorpommern lädt zu seinem diesjährigen Holocaust-Gedenken am 27. Januar (11 Uhr) nach Schwerin ein. In der Schlosskirche wird der niederländische Zeitzeuge und Holocaust-Überlebende Jack Courant (89) als Gastredner sprechen, heißt es in der Einladung. Das künstlerische Programm gestalten Studierende der Rostocker Hochschule für Musik und Theater (HMT) unter der Leitung von Volker Ahmels, dem Leiter des HMT-Zentrums für Verfemte Musik.
Jack Courant wurde im März 1924 in Amsterdam geboren. Sein Vater war Pianist, seine Mutter in der Diamantbearbeitung tätig. Mit der deutschen Besatzung der Niederlande im Mai 1940 erlebte er erstmals Erniedrigung, Isolation und Verfolgung. Als er am 12. Juli 1942 zum "Arbeitseinsatz" herangezogen werden sollte, ging er in der Untergrund, wo er sich bis zur Befreiung am 13. April 1945 versteckt halten konnte. Seine Familie wurde deportiert. Als einziges Familienmitglied überlebte seine Mutter das Konzentrationslager Auschwitz.
1996 hatte der frühere Bundespräsident Roman Herzog den 27. Januar - als Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau im Jahr 1945 - zum nationalen Gedenktag in Deutschland für die Opfer des Nationalsozialismus erklärt.
Quelle: epd