Gewalt in der Ukraine Frühere Bürgerrechtler bitten um Spenden für Kirchengemeinde in Kiew

20.02.2014 · Leipzig.

Frühere DDR-Bürgerrechtler haben die Gewalt in der Ukraine verurteilt und um Spenden für das Helferzentrum der Deutschen-Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde St. Katharina Kiew gebeten. Im Zuge der Kämpfe in der ukrainischen Hauptstadt gebe die Kirche den Aktivisten Essen, die Möglichkeit sich aufzuwärmen und versorge Verletzte, teilte das Leipziger Archiv Bürgerbewegung mit. Die Gemeinde um den evangelischen Pfarrer Ralf Haska stehe neben praktischer Hilfe auch zu Gesprächen und Gebeten bereit.

Die früheren DDR-Bürgerrechtler beklagen in einer am Mittwoch veröffentlichten Erklärung die schwere Eskalation der Gewalt und die Toten auf allen Seiten. "Die monatelangen Demonstrationen für einen Annäherung an die europäischen Grundwerte der Menschenrechte und der Freiheit sehen wir mit Hoffnung und Sorge", hieß es. "Wir kritisieren die Verfolgung von Aktivisten, sie werden beruflich benachteiligt, drangsaliert, entführt oder mit dem Tod bedroht."

Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist eine Partnerstadt Leipzigs. Das Archiv Bürgerbewegung wurde nach der friedlichen Revolution gegründet und trägt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur bei.

Spenden für das Helferzentrum der Deutschen-Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde St. Katharina Kiew:
Evangelische Kreditgenossenschaft eG
IBAN: DE34 5206 0410 0005 1860 80
BIC: GENODEF1EK1

Quelle: epd