Dienstwagencheck der Deutschen Umwelthilfe Evangelische Bischöfe bevorzugen umweltfreundliche Dienstlimousinen

08.12.2014 · Berlin/Hamburg.

Kirchenoberhäupter der evangelischen Kirche fahren überwiegend mit sparsamen Dienstlimousinen. Positiver Spitzenreiter sei Landesbischof Jochen Bohl von der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, dessen Mercedes Benz E300 B BlueTEC Hybrid 99 Gramm CO2 pro Kilometer ausstößt, teilte die Deutsche Umwelthilfe (DUH) mit. Nordkirchen Landesbischof Gerhard Ulrich erhielt mit 148 g CO2/km die "Gelbe Karte". Er lag mit seinem BMW 730Ld über dem Durchschnittswert der deutschen Bischofslimousinen von 135 CO2 g/km. Die beiden Bischöfe aus MV wurden in diesem Jahr nicht registriert, hätten aber "Grüne Karten" bekommen. (Bischof von Maltzahn: Golf Plus "Life" BlueMotion 1.6 TDI - 114 g CO2/km, Bischof Abromeit: BMW 520d xDrive - 129 g CO2/km).

Die Organisation hatte die Dienstwagen von insgesamt 47 leitenden Kirchenvertretern beider Konfessionen sowie fünf Repräsentanten christlicher Hilfsorganisationen auf ihre Umweltverträglichkeit hin getestet. Bewertungsgrundlage war den Angaben zufolge der EU-Grenzwert von 130 Gramm Kohlendioxid-Ausstoß pro Kilometer für Neuwagenflotten. Eine "Grüne Karte" bekam, wer diesen Grenzwert einhält oder unterschreitet. Überschreitungen wurden mit einer symbolischen gelben oder roten Karte bewertet. Letztere erhielt auch, wer die Auskunft verweigerte.

Bei den protestantischen Kirchenleitern habe sich der Trend zu "Grünen Karten" fortgesetzt, betonte die DUH. Die Mehrzahl der Kirchenvertreter sei mit klimaverträglicheren Autos unterwegs. Die Zahl der "Grünen Karten" sei von 14 im vergangenem Jahr auf aktuell 25 gestiegen. Die Zahl der "Gelben Karten" sank geringfügig von 20 auf 19. Insgesamt gab es 2014 nur acht "Rote Karten", das waren fünf weniger als im Vorjahr. Alle "Roten Karten" gingen in diesem Jahr ausschließlich an katholische Bischöfe und an den Malteser Hilfsdienst.

Quelle: epd/kmv