"Teil einer Willkommenskultur" Diakonie MV für einheitliche Einführung einer Krankenkassenkarte für Asylbewerber
04.04.2014 · Schwerin.In der Diskussion um die Einführung einer Krankenkassenkarte für Asylbewerber fordert die Diakonie Mecklenburg-Vorpommern eine landesweit einheitliche Regelung. Die Einführung einer entsprechenden Chipkarte könne "Teil einer Willkommenskultur sein, die dazu beiträgt, Asylbewerber nicht zu diskriminieren", sagte Diakoniepastor Martin Scriba am Donnerstag in Schwerin. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass damit erhebliche Verwaltungs- und Wegekosten eingespart werden könnten. So würden beispielsweise die Kosten für Amtsärzte oder Dolmetscher entfallen.
Auch Ärzte profitierten von dieser Regelung, indem sie ihre Leistungen direkt mit der Krankenversicherung abrechnen können. Bisher ist es Landkreisen und kreisfreien Städten freigestellt, die Abrechnung der Krankenbehandlung für Flüchtlinge, Asylbewerber und Geduldete auf die Krankenkassen zu übertragen. Die Betroffenen erhalten in dem Fall eine Chipkarte, die ihnen den direkten Zugang zur medizinischen Versorgung ohne Antragsverfahren bei den Sozialämtern ermöglicht. In Mecklenburg-Vorpommern sind entsprechende Übertragungen in Rostock bereits beschlossen und in Schwerin geplant.
Quelle: epd