"Nächstenliebe als politische Praxis" Tagung zu christlichem Engagement gegen Rechtsextremismus

Der NSU und seine Folgen ist ein Thema auf der Tagung. Das Bild zeigt die Angeklagte Beate Zschäpe im Gericht in München.

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21.11.2013 · Salem/Berlin. Mit dem christlichen Engagement gegen Rechtsextremismus und Minderheitenfeindlichkeit beschäftigt sich Ende November eine Tagung in Salem bei Malchin. Die dritte Ost-West-Konferenz der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus steht am 29. und 30. November unter dem Motto "Nächstenliebe als politische Praxis".

Erwartet werden rund 100 Teilnehmer aus Kirche und Zivilgesellschaft, darunter auch die Schweriner Justizministerin Uta-Maria Kuder (CDU), Rechtsanwalt Alexander Kienzle (Nebenklägervertreter von Angehörigen der NSU-Mordopfer) sowie Katharina König (Mitglied im NSU-Untersuchungsausschuss des Thüringer Landtags).

Im Mittelpunkt der Tagung stehe die Auseinandersetzung mit Rassismus und Rechtsextremismus in ländlichen Regionen, Hintergrund sind die aktuellen rassistischen Mobilisierungen gegen Flüchtlinge und Asylbewerberheime. In Vorträgen und Workshops soll es um Unterstützungsmöglichkeiten für Flüchtlinge und den Aufbau einer Willkommenskultur vor Ort gehen, aber auch um die Folgen der rassistischen NSU-Mordserie und den Stand der parlamentarischen und juristischen Aufarbeitung des NSU-Komplexes. Geplant seien auch Workshops zu Blockade-Aktionen als Widerstandsform gegen Neonazi-Aufmärsche und Alltagsrassismus.

Quelle: epd