Nordkirche Synodenpräses Tietze ermuntert Kirche zum Einmischen in Politik

Andreas Tietze

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20.12.2013 · Hamburg/Kiel.

Der Synodenpräses der Nordkirche, Andreas Tietze, hat die Kirche zum Einmischen in die Politik ermuntert. "Wenn wir Christen uns klar und deutlich äußern, dann ecken wir an. Ich wünsche mir aber diese klaren Botschaften", schreibt Tietze in der Evangelischen Zeitung. In der Antike sei nicht zwischen Religion und Alltagsgeschehen unterschieden worden. "Im Gegenteil, die Menschen handelten im Bewusstsein der Einheit von Gott und Welt." Diese einheitliche Sicht sei heute verloren gegangen, bedauert Tietze. Der Grünen-Politiker ist Abgeordneter im Landtag von Schleswig-Holstein.

Tietze verwies auf das "klare Wort" der ehemaligen Landesbischöfin Margot Käßmann in ihrer Neujahrspredigt 2010: "Nichts ist gut in Afghanistan. All diese Strategien, sie haben uns lange darüber hinweggetäuscht, dass Soldaten nun einmal Waffen benutzen und eben auch Zivilisten getötet werden." Diese Worte seien nicht erwünscht gewesen und hätten Ärger ausgelöst, so der Grünen-Politiker. Die Kirche müsse sich aber klar äußern.

Quelle: epd