Pommerscher Evangelischer KirchenkreisKollekten

Auf dieser Seite werden die aus den verschiedenen Quellen stammenden offiziellen Abkündigungstexte für die Gottesdienste im Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis als Service der Internetredaktion zusammengefasst und für den jeweils aktuellen Monat bereitgestellt.

Das Kollektensystem für die Nordkirche basiert auf der geteilten Verantwortung. So können und sollen alle Ebenen der Kirche für die Kollektenvergabe Verantwortung tragen. Gemeinden, Kirchenkreise und Sprengel können in ihrer Region auch gemeinsam und gezielt Schwerpunkte setzen.


Zusammensetzung
 

Am ersten Sonntag im Monat gibt es eine Pflichtkollekte der Landeskirche oder der EKD/VELKD/UEK, am zweiten Sonntag eine Kollekte des Sprengels und des Kirchenkreises im Wechsel, am dritten und vierten Sonntag eine Kollekte, die durch die Kirchengemeinden festgelegt werden kann, wovon eine Kollekte aus einem Kollektenkatalog mit vielen Vorschlägen, genommen werden sollte. Die Kollekten am Erntedankfest, am 1. Advent und am Heiligabend sind für „Brot für die Welt“ bestimmt.

3. Juli 2022 (3. Sonntag nach Trinitatis) Landeskirchenweite Kollekte

Fonds für Gerechtigkeit und Versöhnung der VELKD und Projekt der UEK

 

Kirche endet nicht an den Grenzen der Gemeinde. So sind wir als Nordkirche zusammen mit weiteren lutherischen Kirchen Mitglied in der Vereinigten Evangelisch- Lutherischen Kirche Deutschlands und haben in der Union der Evangelischen Kirchen einen Gaststatus. Als Zeichen dieser Verbindungen erbitten wir heute Ihre Kollekte für zwei Projekte:

1)    Für  den    Fonds   für  Gerechtigkeit  und    Versöhnung (5/6) der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) und

2)    für die Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland (Stiftung KiBa) (1/6).

 

Projekt 1) Fonds für Gerechtigkeit und Versöhnung der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD)

Heute erbitten wir ihre Kollekte zugunsten der Bildungs-und Versöhnungsarbeit im Südlichen Afrika. Dort ist das Leben weiter Bevölkerungsschichten besonders durch die langfristigen Auswirkungen der Corona-Pandemie stark beeinträchtigt. Die Menschen sind von großer Armut, Krankheiten und Gewalt betroffen. Durch die Kollekte werden Projekte zur Konfliktbewältigung unterstützt und das friedliche Zusammenleben gefördert.

Ein weiterer Schwerpunkt sind verschiedene Bildungsprojekte. Gerade die Kirchen im südlichen Afrika unterstützen umfassende Bildungsangebote für alle Altersgruppen, z. B. durch Materialien für den Kindergottesdienst oder den Konfirmandenunterricht. Eine Verbesserung der Bildungschancen trägt wesentlich dazu bei, ein gerechtes und versöhntes Miteinander aller gesellschaftlichen Gruppen zu schaffen.

Solche und vergleichbare Projekte werden aus dem Fonds für Gerechtigkeit und Versöhnung der Lutherischen Gemeinschaft im Südlichen Afrika (LUCSA) finanziert.

Vielen Dank!
 
Projekt 2) Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland - Erhaltung gefährdeter Kirchen in Stadt und Land (Vorschlag der UEK)

Kirchen sind mehr als ein Denkmal! Nahezu jedes Dorf hat eine Kirche im Mittelpunkt und das ist kein Zufall, denn sie sind seit jeher der kulturelle und geistliche Mittelpunkt. Das drückt sich darin ganz greifbar aus. Aber es ist eine große Herausforderung, besonders für kleine Gemeinden, sie auch zu erhalten. Die EKD- weite Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland (Stiftung KiBa) unterstützt Kirchengemeinden dabei. Eine Förderung durch die Stiftung KiBa zieht vielfach weitere Fördermittel nach sich. Auch das Gemeindeleben verändert sich durch die große gemeinsame Aufgabe, und nicht selten entstehen Fördervereine, die weit über den Kreis der Gemeinde selbst hinausreichen. Damit wird auch Ihre Kollekte, die in voller Höhe für Fördermaßnahmen verwendet wird, vielfach wirksam. Durch Ihre Kollekte bleibt die Kirche im Dorf!

10. Juli 2022 (4. Sonntag nach Trinitatis) Kirchenkreiskollekte

Arbeit der Hospiz- und Krankenhausseelsorge

 

Der Konvent der Krankenhausseelsorge im Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis bittet die Gemeinden um eine Kollekte für die Arbeit der Hospiz- und Krankenhausseelsorge. „Ich war krank und ihr habt mich besucht…“ (Mt. 25.36) – in diesem Auftrag sind Seelsorgerinnen und Seelsorger in Kliniken und Pflegeeinrichtungen unterwegs. Wenn Menschen erkranken, von einem Unfall betroffen sind oder an eigene Grenzen geraten, ist dies mit dem Erleben von Ohnmacht und Angst, von Trauer und Abschied, mit Zweifeln, Hoffen und Bangen verbunden. Der Alltag ist unterbrochen und das bisherige Leben in Frage gestellt. In diesen Krisen leisten die Mitarbeitenden der Krankenhausseelsorge und der Hospizarbeit qualifizierte Unterstützung. Sie schenken persönliche Zuwendung, nehmen sich Zeit und sind für Betroffene ansprechbar: für Kranke und Sterbende,  für  An- und Zugehörige und auch für Mitarbeitende in Kliniken und Pflegeeinrichtungen.

 

Wie wichtig die Präsenz von Seelsorgenden vor Ort ist, hat die aktuelle Pandemie gezeigt.  Gespräche und kompetente Begleitung können helfen, einen persönlichen Weg in harten und belastenden Situationen zu finden, sich eines tragenden Grundes zu versichern. Die Seelsorge ist dabei eine unverzichtbare Seins-Form von Kirche – auch außerhalb von Gemeinde und kirchlicher Organisation. Kirche ist in dieser Weise für alle Betroffenen da, wird dankbar angenommen und hoch geschätzt. Sie wendet sich Menschen zu, die in ihren täglichen Lebensbezügen oft wenig Berührung mit dem christlichen Glauben haben. Mit Ihrer Spende tragen sie dazu bei, diese wichtige Arbeit zu erhalten und auszubauen. Durch sie wird die Qualifizierung und Begleitung von ehrenamtlich Engagierten in der Seelsorge und das Mitgeben symbolischer Ermutigung in Form von Engeln und Karten ermöglicht.

17. Juli 2022 (5. Sonntag nach Trinitatis) Landeskirchenweite Kollekte

Diasporaarbeit Gustav-Adolf-Werk

 

Heute wird mit der Kollekte aller Gottesdienste der Nordkirche die diakonische Arbeit der evangelischen Gemeinden in Rumänien unterstützt. Mehr als ein Drittel der Menschen in Rumänien lebt in Armut oder ist akut von Armut bedroht. Besonders prekär ist die Situation auf dem Lande und in den sozialen Brennpunkten der Städte. Die evangelischen Gemeinden in Rumänien sind ein Anker für viele dieser Menschen. Sie unterstützen sie materiell und seelsorgerlich.

Die evangelischen Gemeinden in Rumänien werden durch das Gustav-Adolf-Werk unterstützt. Das Gustav-Adolf-Werk engagiert sich dem 19. Jahrhundert weltweit für evangelische Gemeinden und Kirchen, die in ihren jeweiligen Ländern ein Minderheitskirche sind.

14. August 2022 (9. Sonntag nach Trinitatis) Sprengelkollekte

Kollekte für Friedensdienste:

 

Aktion Sühnezeichen und Volksbund Kriegsgräberfürsorge Landesverband Mecklenburg- Vorpommern (jeweils 50 Prozent).

 

Ein Dienst von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der christlichen Friedensarbeit kann heilsam sein: So engagiert sich Aktion Sühnezeichen Friedensdienste seit über 50 Jahren für Versöhnung und Frieden durch internationale Freiwilligendienste. Die meisten Freiwilligen sind zwischen 18 und 30 Jahren alt und leisten einen Friedensdienst für ein Jahr. Es können aber auch ältere Menschen teilnehmen. In den Seminaren treffen sie sich mit anderen Freiwilligen, diskutieren, arbeiten und feiern gemeinsam.

 

Heilsame Begegnungen lassen sich auch in der Arbeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge erleben. Hier steht die Bildungsarbeit für Jugendliche  und junge Erwachsene in unserem Bundesland im Mittelpunkt: Mit Schulklassen pflegen sie Kriegsgräberanlagen, lernen so Einzelschicksale aus unserer Heimat kennen und entdecken dabei, was eine Zukunft im Dienst des Friedens bedeutet.

21. August 2022 (10. Sonntag nach Trinitatis) Landeskirchenweite Kollekte

Wahlprojekt der Kirchenleitung

 

Projekt 1) Christlich-Jüdischen Dialog fördern

Der „Israelsonntag“ in der evangelischen Kirche erinnert an das enge, von Christen aber oft verratene Verhältnis zwischen Christen und Juden. Mit der Kollekte werden Projekte unterstützt, die die Beziehungen von Christen und Juden fördern und verbessern.

 

Bei den letzten Überlebenden des Holocaust kehren in der Pandemie traumatische Erinnerungen an Lager und Isolation zurück. Der israelische Verein AMCHA und der in Lübeck ansässige Verein Yad Ruth unterstützen die hoch Betagten in Osteuropa und Israel mit psychosozialer Hilfe, Lebensmittelpaketen, Feiertagsüberraschungen und Freizeit-Angeboten. Sie sind dringend auf Spenden angewiesen.

 

Die bundesweite Feier von 1700 Jahren jüdischen Lebens in Deutschland geht auch 2022 weiter. Die Nordkirche informiert über das Judentum mit einer Wanderausstellung, einer Plakataktion, Materialien und Publikationen, Podien, Konzerten und Vorträgen in Gemeinden. Mit Ihrer Kollekte helfen Sie, diese Aktivitäten durchzuführen.

 

Jungen Theologiestudierenden, die ein Jahr an der Hebräischen Universität Judentum lernen, entstehen hohen Kosten. Sie erhalten einen Zuschuss aus der Kollekte, ebenso wie Projekte der Versöhnung zwischen Israelis und Palästinensern.

 

Projekt 2) Friedensarbeit des Kinderheims Neve Hanna/Israel

In dem israelische Kinderheim Neve Hanna leben 80 jüdische Kinder aus schwierigen sozialen Verhältnissen. Das seit 1974 bestehende Heim bietet ihnen in sechs familienähnlichen Wohngruppen ein behütetes Zuhause. Hinzu kommen 40 Kinder, die das Tageshortprogramm besuchen, darunter auch muslimisch- beduinische.

 

Aus der Idee, Kinder aus sozial vernachlässigten Bevölkerungsgruppen zusammenzubringen, entstand vor 40 Jahren der „Pfad des Friedens“. In diesem Projekt treffen sich regelmäßig, alle zwei Wochen jüdische und beduinische Kinder zwischen 8 und 14 Jahren, einmal in Neve Hanna und einmal in der überwiegend beduinisch geprägten Stadt Rahat. Sie planen gemeinsame Unternehmungen, nehmen an den Festen der anderen teil, helfen sich gegenseitig bei den Hausaufgaben, spielen und treiben Sport miteinander. Bekannt über Israel hinaus ist die daraus entstandene jüdisch-muslimisch-christliche Theatergruppe von Neve Hanna. Sie bringt eigene Stücke zum Thema friedliche Koexistenz auf die Bühne, stellt die Kinder und Jugendlichen in den Vordergrund und bildet eine Brücke zwischen den Kulturen.

 

Für den „Pfad des Friedens“ ist das Kinderheim auf Spenden und Kollekten dringend angewiesen.


Weitere Informationen zum Thema "Kollekten in der Nordkirche" gibt es auch unter: www.kollekten.de