Denkmal "Perspektiven zur Freiheit" Erinnerungszeichen zum Herbst 1989 in Waren eingeweiht
Foto: Landeszentrale für politische Bildung
Foto: Landeszentrale für politische Bildung
Das zentrale Erinnerungszeichen des Landes Mecklenburg-Vorpommern an die friedliche Revolution 1989 ist am Freitag in Waren (Müritz) in Anwesenheit von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) der Öffentlichkeit übergeben worden. Das Denkmal "Perspektiven zur Freiheit" steht auf dem Vorplatz der evangelischen Georgenkirche, wie die Schweriner Staatskanzlei mitteilte. Die Jury des künstlerischen Wettbewerbs hatte sich für die begehbare Installation aus Stelen und Tafeln der Stuttgarter Künstler Dagmar Korintenberg und Wolf Kipper entschieden. Auf den Tafeln finden sich Losungen der friedlichen Revolution wie beispielsweise "Demokratie jetzt oder nie" oder "Freie Presse für freie Menschen". Der Besucher kann die Texte direkt über seinem Kopf sehen.
"Nie wieder Diktatur" oder "Für ein offenes Land mit freien Menschen" - diese Losungen seien heute so aktuell wie damals, sagte die Regierungschefin auf dem Festakt des Landes zur Einweihung des Denkmals in der St. Georgen-Kirche. 1989 habe die Demokratie ihre Stimme gefunden. "Es ist wichtig, dass sie hörbar bleibt, unabhängig und selbstbewusst. Die Demokratie braucht auch heute unseren Einsatz." Ihr Dank und ihr Respekt gingen an die Menschen, die sich auch heute für Freiheit und Demokratie einsetzen.
Neben dem Denkmal in Waren (Müritz) gibt es kleinere Denkzeichen in anderen Orten in MV sowie zusätzliche Angebote im Internet, die an die friedliche Revolution erinnern. Am 16. Oktober vor 31 Jahren fand in Waren (Müritz) unter dem Motto "Eine Hoffnung lernt laufen" die erste Demonstration in MV statt. Sie führte mit etwa 400 Teilnehmern von der Georgenkirche über den Neuen Markt zur Marienkirche.
Quelle: epd