Bildungs- und Freizeitzentrum Nordkirche gibt Zentrum am Koppelsberg auf

28.09.2026 · Plön. Die Nordkirche gibt ihr Bildungs- und Freizeitzentrum am Koppelsberg bei Plön auf. Die Entscheidung der Kirchenleitung sei eine Perspektiventscheidung und sehe keine kurzfristige Schließung vor. Der laufende Betrieb und bestehende Nutzungen endet demnach nicht sofort.

Für viele Menschen sei der Koppelsberg mehr als nur ein Ort. „Hier sind Glauben, Bildung, Musik, Jugendarbeit und persönliches Engagement über lange Zeit miteinander verbunden“, sagte Nora Steen, Bischöfin der Nordkirche im Sprengel Schleswig und Holstein. Dennoch müsse die Nordkirche ihre Arbeit auch unter veränderten finanziellen und baulichen Bedingungen zukunftsfähig zu gestalten.

 

Wirtschaftliche und bauliche Herausforderungen hätten zu der Entscheidung geführt. Für Sanierung und Modernisierung müsste die Nordkirche laut eigenen Angaben mindestens 5,6 Millionen Euro in die Hand nehmen. Ausgehend von den aktuellen Mieterträgen liege das jährliche Defizit bei rund 715.000 Euro. Für eine umfassende, klimagerechte Sanierung werde zudem mit Investitionen im zweistelligen Millionenbereich gerechnet.

 

Bisher kein Zeitplan

 

Konkrete Zeitpunkte und Umsetzungsschritte sollen laut Nordkirche im weiteren Prozess geklärt werden. Wie viel Geld durch die Maßnahme eingespart werden kann, sei noch offen. Hier müssten alternative Raum- und Folgekosten zunächst ermittelt werden.

 

Am Koppelsberg haben Arbeitsbereiche wie die Junge Nordkirche, das Posaunenwerk und die Ökologischen Freiwilligendienste ihren Standort. Sie sollen mit eigenen Zukunftskonzepten fortgeführt werden. Für das Jugendaufbauwerk werde bereits nach einem neuen Standort im Kreis Plön gesucht, hieß es. Der Mietvertrag mit der Diakonie Nord Nord Ost laufe bis mindestens zum 31. März 2029.

 

Wie es mit dem Koppelsberg weitergeht, sei bisher offen. Weder gebe es eine beschlossene Nachnutzung noch eine Entscheidung über mögliche Vorhabenträger. Auch ein Verkauf oder eine Verpachtung seien möglich. Das Landeskirchenamt in Kiel bereite derzeit ein Interessenbekundungsverfahren vor. Zu möglichen Interessenten, einzelnen Angeboten oder vertraulichen Gesprächen äußert sich die Nordkirche derzeit nicht, hieß es.

Quelle: epd