Diakonie MV Landespastor warnt vor Einsparungen im Sozialbereich

21.09.2026 · Schwerin. Nach der Landtagswahl in MV fordert Diakoniechef Paul Philipps eine verbindliche Sozialplanung. Einsparungen etwa bei Pflege- und Beratungsangeboten seien gefährlich für die Betroffenen.

Der Landespastor und Diakoniechef in Mecklenburg-Vorpommern, Paul Philipps, hat die künftige Landesregierung vor Einsparungen im Sozialbereich gewarnt. „Wir beobachten zunehmend, wie soziale Dienste ihre Arbeit einstellen müssen“, sagte Philipps dem Evangelischen Pressedienst (epd). Dies gefährde nicht nur die Menschen, die etwa auf Pflege, Beratung und Teilhabeangebote angewiesen seien. Es beeinträchtige auch die Rahmenbedingungen für freiwilliges Engagement.

 

Finanzielle Situation verschärft sich

 

Für MV brauche es eine verbindliche, landesweit abgestimmte strategische Sozialplanung, um die Bedarfe der Menschen zu erkennen und die zur Verfügung stehenden Ressourcen zielgerichtet einzusetzen, erklärte Philipps. „Wir sehen aber auch, dass sich die finanzielle Situation der Kommunen und des Landes verschärft. Das hat Auswirkungen auf die Angebote der sozialen Daseinsvorsorge.“ Die Politik müsse sich daran messen lassen, ob sie Menschen soziale Sicherheit, Teilhabe und Perspektiven ermöglicht und die Voraussetzungen für ein gutes Zusammenleben in MV schafft.

 

Die gewählten Parteien hätten jetzt die Aufgabe, eine demokratische Regierung zu bilden. Aufgabe der Diakonie sei es, weiter für die Menschen da zu sein, die Unterstützung bräuchten. „Deshalb stehen wir an der Seite derer, die in diesen Zeiten besonders von Ausgrenzung, Anfeindungen oder Diskriminierung bedroht sind“, sagte der Landespastor.

Quelle: epd