Pommerscher Kirchenkreisrat: Neue App „DA! Kirche in Pommern“ startet im Januar

15.10.2026 · Weitenhagen. Sitzung des Pommerschen Kirchenkreisrats: Freigabe für mobile Anwendung erteilt / Lektorenfachtag 2027 wird gefördert

Der Kirchenkreisrat (KKR) des Pommerschen Evangelischen Kirchenkreises (PEK) hat einer neuen App des Kirchenkreises die Freigabe erteilt. Den Beschluss dazu fasste das Gremium in seiner jüngsten Sitzung, die im „Haus der Stille“ in Weitenhagen stattfand. Unter dem Titel „DA! Kirche in Pommern“ soll die mobile Applikation ab Januar 2027 für alle Smartphones zum Download zur Verfügung stehen. Teil des Projekts sind zwei Stellen für redaktionelle und administrative Aufgaben jeweils im Umfang einer geringfügigen Beschäftigung. Die vollständige Finanzierung der Entwicklung und Umsetzung von „DA! Kirche in Pommern“ inklusive der beiden zunächst für drei Jahre gesicherten Stellen ermöglicht eine zweckgebundene Großspende des Unternehmers Andreas Viebrock und der Viebrockhaus AG. Vorgestellt wurde den Kirchenkreisratsmitgliedern die App vom Ehrenamtsreferenten des PEK, Frithjof Nürnberger, der die Entwicklung der Softwareanwendung initiiert und maßgeblich begleitet hat.

 

Pommersche Vielfalt digital verbinden

 

„Wie kann Kirche über große Entfernungen hinweg im digitalen Raum nahbar und bei den Menschen sein?“, beschrieb Frithjof Nürnberger die grundlegende Fragestellung, die zu seiner Idee für die App führte. Mit der mobilen Anwendung entstehe eine lebendige Plattform für Glauben, Leben und kirchliche Gemeinschaft im Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis. „Pommern ist großflächig. Gemeinden und Menschen liegen weit auseinander, zugleich findet kirchliches Leben an vielen Orten statt”, stellte der Ehrenamtsreferent die Ausgangssituation dar. Die neue App „DA! Kirche in Pommern“ soll diese Vielfalt digital verbinden, sichtbarer machen und Menschen zur Beteiligung anregen – gleichermaßen identitätsstiftend und einladend. „Die App vermittelt: Hier ist Kirche. Sie schafft einen Raum, der verbindet und zum Mitmachen ermutigt, der die weiten Strecken im großen Kirchenkreis überbrückt.“ So wirke die Anwendung nach innen und strahle gleichzeitig nach außen, auch über den Kirchenkreis hinaus, ist Frithjof Nürnberger überzeugt.

 

Kirchliches Leben sichtbar machen

 

Die App bündelt, was Kirche in Pommern ausmacht: tägliche Impulse, Glaubensinhalte, einen Veranstaltungskalender, persönliche Gebetsanliegen, Bildungsangebote und Möglichkeiten zur aktiven Beteiligung. Haupt- und Ehrenamtliche, Jugendliche, Konfirmandinnen und Konfirmanden, Gemeinden und weitere Menschen aus dem kirchlichen Umfeld können selbst Inhalte beitragen. Zudem stellt die App die Verbindung zum Veranstaltungskalender der Internetplattform www.kirche-mv.de her, sodass Nutzerinnen und Nutzer den Zugang zu tausenden Veranstaltungen jederzeit in der Tasche haben. „Alle Interessierten können die App nutzen, Kirchenmitglieder ebenso wie Kirchenferne, Touristen ebenso wie Einheimische", führte Frithjof Nürnberger aus. „DA!“ sei keine Online-Gemeinde, sondern eine digitale Ergänzung für die Kirche vor Ort. Sie verweise auf Gemeinden und Veranstaltungen, mache kirchliches Leben sichtbar und schaffe einen zeitgemäßen Zugang zu Glauben und Gemeinschaft.

 

Gemeinsame Identität stärken

 

„Die App ‚DA!‘ steht für eine einfache Botschaft: Kirche ist da. In Pommern. Im Alltag. Für Menschen“, fasste es der Ehrenamtsreferent zusammen. „Die Anwendung ist so aufgebaut, dass die Impulse, Gebete und Veranstaltungen über alle gängigen Plattformen geteilt werden können. Die App ist eine Art Lotse, der zu all dem führt, was an kirchlichem Leben im Kirchenkreis stattfindet“, sagte Frithjof Nürnberger. Eine Besonderheit sind die vielfältigen Möglichkeiten zur Beteiligung. Nutzende können sich registrieren, um Gedanken, Geschichten und Impulse in Form von Audiodateien, Texten, Fotos oder Filmen hochzuladen. So geben sie dem Kirchenkreis ein konkretes Gesicht und stärken die gemeinsame Identität. Der Kirchenkreisrat dankt Andreas Viebrock und der Viebrockhaus AG ausdrücklich für sein großes Engagement: „Es ist bewegend, dass durch die Förderung durch die Viebrockhaus AG dieses innovative Projekt möglich geworden ist. Wir danken Andreas Viebrock  für diese großzügige Unterstützung und Frithjof Nürnberger und allen daran Beteiligten für die Ideen und die Entwicklung der App ‚DA!‘“, so das Gremium.

 

Lektorenfachtag „Humor im Gottesdienst“

 

Der Kirchenkreisrat beschloss die Förderung mehrerer Vorhaben aus dem Fonds „Initiativen und Projekte“ mit jeweils 500 Euro. Neben den beiden „Frühstückstreffen für Frauen“ in Greifswald und Loitz wird auch der Lektorenfachtag 2027 mit einem Zuschuss in Höhe von 500 Euro unterstützt. Seit zwei Jahren werden auf Kirchenkreisebene durch das Referat der Ehrenamtsentwicklung Lektorinnen und Lektoren in der selbstständigen Gestaltung und Durchführung von Gottesdiensten mit einer Lesepredigt qualifiziert. Um die neu ausgebildeten Lektorinnen und Lektoren mit den bereits erfahrenen in Kontakt zu bringen und gemeinsam zu fördern, wird einmal jährlich ein Lektorenfachtag im „Haus der Stille“ in Weitenhagen angeboten. Zu diesem Fachtag sind alle, die im Ehrenamt Gottesdienste gestalten, eingeladen. Das Thema für den Lektorenfachtag 2027 lautet „Humor im Gottesdienst“. An der Gestaltung des Tages sind zwei Referentinnen beteiligt, die sowohl Theologinnen als auch im Bereich Clownerie ausgebildet sind und Erfahrungen haben in der humorvollen und tiefgründigen Umsetzung biblischer Geschichten.

 

Weitere Themen 

 

Klosterstiftung

Der Kirchenkreisrat wurde von Pröpstin Kathrin Kühl darüber informiert, dass die Stiftung St. Marien Kloster Verchen von einer Stiftung des Kirchenkreises in eine Stiftung der Kirchengemeinde Verchen umgewandelt wurde. Der regionale Bezug und die Verbindung zum Kirchenkreis bleiben durch Mitglieder im Vorstand erhalten. Zudem habe der Vorstand eine Satzungsänderung in mehreren Sitzungen beraten und am 8. September 2026 beschlossen, so Kathrin Kühl in ihrer Funktion als Vorsitzende des Stiftungsvorstands.

 

Kuratorium

Der Kirchenkreisrat beschloss, Pröpstin Kathrin Kühl und Propst Philipp Staak als Vertretende des Pommerschen Evangelischen Kirchenkreises in das Kuratorium des Kreisdiakonischen Werkes Greifswald e.V. (KDW) zu entsenden. Hintergrund ist die Verabschiedung einer neuen Satzung des KDW.

 

Umwidmung

Einem Beschluss des Bauausschusses folgend, entschied der Kirchenkreisrat, die Patronatsmittel für die Marienkirche in Pasewalk in Höhe von 40.000 Euro, die ursprünglich für die Sanierung der Nordkapelle vorgesehen waren, aufgrund schwindender öffentlicher Fördermittel zugunsten der Instandsetzung der Fassade des Kirchenschiffes umzuwidmen.

 

Der Kirchenkreisrat befasste sich in seiner Sitzung außerdem unter anderem mit weiteren Finanz- und Personalfragen, mit Satzungsgenehmigungen sowie mit Beschlüssen zu Immobilien und Grundstücken. Außerdem berichtete die Leiterin der Finanzabteilung, Diana Schulmeister, aus ihrem Arbeitsbereich. Die nächste Zusammenkunft des pommerschen Kirchenkreisrats findet am 10. November statt.

Quelle: PEK (sk)