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30. Jubiläum der friedlichen Revolution

Gedenkstein soll an Kessiner Friedensseminare erinnern

15.06.2019 ǀ Kessin.  Zum 30. Jubiläum der friedlichen Revolution und in Gedenken an die Kessiner Friedensseminare weiht die evangelische Kirchengemeinde St. Godehard in Kessin (bei Rostock) am Sonntag (16. Juni) einen Gedenkstein ein. Geplant sind ein Festgottesdienst (10 Uhr) mit anschließender Einweihung des Gedenksteins auf dem Pfarrhof sowie ein Gemeindefest, heißt es im aktuellen Gemeindebrief der Kessiner Kirchengemeinde. Der Stein trägt die Aufschrift "Kessiner Friedensseminare 1982-1984. Sie waren Bausteine der Friedlichen Revolution 1989".

Schon Jahre vor den Montagsdemonstrationen 1989 hatten sich in der ehemaligen DDR Friedens-, Menschenrechts- und Umweltgruppen gebildet, heißt es. "Oft trafen sie sich in kirchlichen Räumen, kirchlichen Bildungsstätten oder Pfarrhäusern zu Seminaren und bereiteten Aktionen vor. Sie waren untereinander gut vernetzt, und sie waren Bausteine der Friedlichen Revolution 1989."

Eine dieser Friedensgruppen gründete sich um die evangelischen Pastoren Dieter Nath (Kessin) und Heiko Lietz (Güstrow) in Güstrow nach der Einführung des Wehrunterrichts an Schulen 1978. Ab 1981 traf sich dieser Friedenskreis in Kessin. Vom 11. bis 13. Juni 1982 fand unter dem Motto "Unterwegs auf der Suche nach Frieden" das erste Friedensseminar mit etwa 90 Teilnehmern auf dem Pfarrhof in Kessin statt. Zwei weitere Seminare folgten 1983 und 1984. Der Friedenskreis habe sich vergeblich darum bemüht, einen gesellschaftlichen Dialog zustande zu bringen, unter anderem mit Vertretern staatlicher Organe, schreibt Lietz in dem Gemeindebrief.
Quelle: epd


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