Bibelwoche 2024: Und das ist erst der Anfang...Termine vom 18. bis 23. Februar

Die Bibelwoche 2024 zu den Texten Genesis, 1-11, beginnt am Sonntag, den 18. Februar mit Bibelwochengottesdiensten im Berno-Haus, in der St. Paulskirche und in der Versöhnungskirche. Alle Termine und die Themen sind auf einem Informationsblatt zusammengefasst, dass Sie durch einen Klick auf das Bild unten herunterladen können.


Der neue Gemeindebrief ist online

 

Der Gemeindebrief für März bis Mai 2024 ist erschienen und steht auch zum Download zur Verfügung. Sie finden ihn auf unserer Seite Gemeindebriefe oder klicken Sie auf das Bild.

 

 

Aus dem Kirchengemeinderat

Der Kirchengemeinderat hat sich am 30. Januar 2024 zu seiner 13. Sitzung getroffen und sich u.a. mit den folgenden Themen befasst:

  • Die konkrete Verwendung der Kollekten für die eigene Gemeinde im Jahr 2024 wurde beschlossen. Der vollständige Kollektenplan kann unter dem folgenden link heruntergeladen werden: Kollektenplan
  • Am Samstag, den 06. April trifft sich der Kirchengemeinderat zu einer Klausur, um einige inhaltliche Fragen ausführlicher behandeln zu können.
  • Angesichts der aktuellen Demonstrationen gegen Rechtsextremismus haben wir intensiv über die Frage diskutiert, wie wir uns als Gemeinde positionieren können und wollen. Bezugspunkt war dabei u.a. der Redebeitrag unserer Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt auf der Veranstaltung "Nie wieder ist jetzt" am 23.01. in Schwerin. (Diese Rede ist unter dem folgenden link nachzulesen: Nordkirche Presseinformation). Es wurde beschlossen, dass es jeweils durch den Kirchengemeinderat (ggf. per Mail im Umlaufverfahren) zu beschließen ist, wieweit wir als Kirchengemeinde für einzelne Aktionen engagieren.
  • Der Kirchengemeinderat hat beschlossen, abweichend von unserem regelmäßigen Gottesdienstplan am Sonntag, den 05. Mai aus Anlaß des Diakoniesonntags einen zentralen Gottesdienst in unserer Gemeinde zu feiern. Dieser soll in Kooperation mit der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik Schwerin in St. Paul gefeiert werden. Am darauffolgenden Sonntag finden dann drei Gottesdienste in Bernohaus, St. Paul und Versöhnungskirche statt.
  • Im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes hatte Stephan Förster seit dem 01. September 2023 für die Friedensgemeinde gearbeitet. Dieses Arbeitsverhältnis wurde durch Aufhebungsvertrag zum 31.01.2024 beendet.

Der Kirchengemeinderat trifft sich am 05. März zur nächsten Sitzung.

 

Nachruf Irma Eigi, * 23.5.1923 Narva in Estland, †18.1.2024 Schwerin

„Nun verabschieden wir die kleinste Riesin, die ich je kennenlernen durfte.“ Mit diesen Worten wird meine Trauerrede für Irma Eigi beginnen. Sie hat immer geschmunzelt, wenn ich ihr das erzählte.

Ja, klein ist sie gewesen, ging mir körperlich gerade bis zur Brust. Aber eine Riesin im Herzen ist sie gewesen! Eine solche Weite des Denkens erlebe ich nicht oft. Nun hat sie ihr Lebensjahrhundert vollendet.

Geboren wurde sie 1923 in Narva an der estnisch-russischen Grenze. Ihr Vater war Este, ihre Mutter Deutsche. „Aber keine von den Baronen! Die gab es zu meiner Zeit nicht mehr.“ Dreisprachig wächst sie auf, deutsch, estnisch und auch russisch. Das freie Estland ihrer Kindheit, so schwärmt sie, sei das Land der größten Offenheit gegenüber nationalen Minderheiten gewesen. Esten, Deutsche, Schweden, Juden, Russen, sogar Briten und Franzosen haben in Tallinn ihre Schulen und ihre Kultur gehabt.

1939 muss Irma Eigi mit ihren Eltern „heim ins Reich“. Es geht ins besetzte Polen. Sie fühlt sich äußerst unwohl. „Das Essen, das in der Wohnung auf dem Tisch stand, war noch warm!“ Erst kurz zuvor hatte man die Polen verjagt. Das war ein großer Schock. Deutschland bleibt ihr fremd: „Diese kleinliche Sauberkeit! Diese vielen Gesetze!“. 1945 muss sie ein zweites Mal fliehen.

Zur Rettung wird ihr das Burkhardthaus in Berlin. Nach dem Krieg beginnt sie dort ihre Ausbildung. Die großen Nachkriegstheologen werden ihre Lehrer: Bultmann, Scharf, Dibelius, Niemöller. Nach der Ausbildung geht sie nach Güstrow. Ihr Konfirmator aus Tallinn, Erich Walter, holt sie an den Dom. Mit großem Erfolg baut sie Jugendgruppen auf und prägt Generationen fürs Leben. 1956 wechselt sie nach Schwerin. Dort am Dom muss sie sich zwischen drei Pastoren zurechtfinden. „Pastor Lohf hat mir mit seinen Auslegungen das Bibellesen neu beigebracht.“ sagt sie. Im Neubaugebiet Lankow baut sie die Christenlehre mit auf, bekommt in kurzer Zeit 120 Kinder zusammen. „Aber wie viele Kinder gab es insgesamt in Lankow!“ bedauert sie. Zur Herzensfreundin über viele Jahre wird ihr Marianne Schmidt, Kreiskatechetin in Schwerin. Bis zu ihrem Tod hat Irma Eigi sie gepflegt.

„Nach der Wende hatte ich erst mal genug von Kirche. Ich ging dahin, wo ich bisher nicht hinkam, zur Volkshochschule, zum Tanzen, auf viele Reisen. Diese Menschen schnitten zum Teil wirklich besser ab.“ Viel haben wir über Kirche und Glauben gesprochen. „Kirche brauch ich nicht mehr!“ sagte sie sehr resolut. Wenn ich als Pastor erwiderte, ich könne dann ja gehen, protestierte sie jedoch. Beziehungen sind ihr wichtig gewesen, was einer glaubte und darstellte, interessierte sie weniger.

Die letzten Jahre ihres Lebens sind Irma Eigi sauer geworden. Ihr Lebenskreis wurde kleiner und sie sehnte sich nach einem Ende. Zuletzt im Pflegeheim hatte sie nur noch diesen einen Wunsch: endlich sterben zu dürfen. Am 18. Januar wurde ihr der Wunsch erfüllt.

Nun steht sie vor Gott, stelle ich mir vor. Der Ewige wird es nicht leicht haben mit ihrem wachen und kritischen Geist und wird sich manche Frage gefallen lassen müssen. Aber auch Irma Eigi wird Er in barmherziger Liebe ansehen, davon bin ich überzeugt. Voll Dankbarkeit verabschiede ich sie, die kleinste Riesin, die ich kennenlernen durfte.

 

Klaus Kuske, Pastor Friedensgemeinde Schwerin

 

Die Trauerfeier für Frau Irma Eigi wird am Sonnabend, 17.2.24, 11:00 Uhr in der Versöhnungskirche Schwerin-Lankow stattfinden.

Passionsandachten in der St. Paulskirche

Die Passionsandachten zum Thema "Die sieben letzten Worte Jesu am Kreuz" beginnen am Mittwoch, den 14. Februar und finden dann wöchentlich bis zum 27. März jeweils um 18.15 Uhr in der St. Paulskirche statt. Ein Informationsblatt mit allen Terminen können Sie durch einen Klick auf das Bild unten herunterladen.


"Dein Wort durchbricht die Dunkelheit des Lebens… " - Der Weltgebetstag am 1. März 2024 kommt aus Palästina

Wir laden in diesem Jahr ein zum Weltgebetstag-Gottesdienst am 01. März 2024 um 15:00 Uhr ins Bernohaus unserer Friedenskirchengemeinde (Wossidlostraße 1, Weststadt, Straßenbahn Linie 2 Haltestelle Robert-Beltz-Straße)
 

"Tanzen, Singen, duftend Gewürztes in Gesellschaft Essen, Sticken, arabische Poesie Lesen, Weinen und Lachen, Hoffen, Theater Spielen, Musizieren, Beten… all das sind Quellen für Sumud, den beharrlichen, gewaltfreien, kreativen Widerstand, der die Resilienz und die Lebensfreude palästinensischer Menschen stärkt. Sie haben auf diese Weise 75 Jahre einer immer enger werdenden Besatzung und Einschränkung ihrer Lebendigkeit und Kultur überstanden.
Und nun dieser Krieg – ein weiterer Tiefpunkt in einer langen Reihe von Gewaltausbrüchen.

Am 7. Oktober waren sehr viele Menschen in Palästina einfach nur total frustriert, geschockt, gelähmt. War all die Arbeit umsonst? Nein, natürlich nicht… zwar wird es nie in Zahlen nachweisbar sein, aber unendlich viele junge Menschen sind durch die Arbeit der Friedensgruppen, Universitäten, Schulen, Kitas, Krankenhäuser und Kirchen geprägt worden, haben sich von Frust und Zorn nicht bremsen lassen, sind nicht abgeglitten in die Gewalt. Der 7. Oktober und die rohe Gewalt, das Morden, das Vergewaltigen, das Verschleppen von Menschen, war ein grausamer Horror.

Und was dann geschah, der Krieg, die Bomben, die Bodenoffensive, die entfesselte Zerstörungswut, die die palästinensische Bevölkerung in Gaza täglich, ja stündlich trifft… Der Hunger, die Krankheiten, die unzähligen Toten und Verschütteten unter den Trümmern, das Fliehen und wieder Fliehen und wieder Fliehen… Kein Ort ist sicher in Gaza.

Wann wäre unser Gebet für Frieden je wichtiger gewesen denn jetzt?

Jeder Weltgebetstag schenkt uns einen Schatz an neuen Liedern. Dieses Jahr hat uns auf den Werkstätten vielleicht besonders das Lied „Dein Wort durchbricht die Dunkelheit“ berührt… Es beginnt nachdenklich, fast leise, mit Seufzermotiven… Doch dann kommt ein hoffnungsvoller Refrain: Mit allen Menschen wollen wir singen, folgen deinem Weg und deinem Licht. Die Kraft der Liebe in unsren Herzen zeigt uns, dass ein neuer Tag anbricht.

Wie wird der Frieden riechen? So haben wir auf den Werkstätten gefragt… Träume vom Frieden braucht es, gerade dann, wenn es aussichtslos scheint… Denn wir folgen dem nach, dessen Frieden höher ist als alle Vernunft, dem Juden Jesus aus Nazareth, unserem Messias, Heiland, Christus."

 

Text: Ute Dilger, Referentin für Weltgebetstagarbeit, Pfarrerin

Weitere Informationen unter: https://weltgebetstag.de/

Herzlich willkommen zum Offenen Bernohaus an jedem Mittwoch

Sie suchen einen gemütlichen Ort, herzliche Gemeinschaft, ein leckeres Stück Kuchen und ein gutes Wort?

Herzliche Einladung

ins Offene Bernohaus jeden Mittwoch um 14.30 Uhr in der Wossidlostraße 2.