Archiv 2025

19.10.2025 Pilgergottesdienst in der St.-Marien- Kirche Wittstock ansehen 19.10.2025 Pilgergottesdienst in der St.-Marien- Kirche Wittstock herunterladen

09.06.2025Pilgern für Frauen mit Pastorin Cornelia Seidel

Eine Angebot für Frauen von Pastorin Cornelia Seidel aus Neustrelitz, welches ich hier sehr gerne veröffentlich, 8 Plätze sind noch frei...(Anmeldung entscheidet nach Eingang).

 

Wenn du Interesse hast, melde Dich bitte direkt bei Cornelia Seidel unter:

0173 92 77 163 (auch gern mit whatsapp):

 

„Das Wasser des Lebens“

Frauenpilgertag am Pfingstmontag, 9. Juni

Beginn: 10.00 Uhr Kirche Fürstensee

 

Alle Frauen die Lust haben, sich gemeinsam und achtsam  auf einen ca. dreistündigen Weg zu begeben,  sind zu diesem Tag eingeladen. Wir beginnen in der Kirche in Fürstensee und enden auch wieder dort gegen 14.30 Uhr.  Für ein Picknick unterwegs  kann gerne etwas mitgebracht werden. Bitte melden Sie sich an per mail: cornelia.seidel@elkm.de oder telefonisch :

 0173 92 77 163.  Teilen Sie  dabei auch mit, ob Sie mit dem PKW anreisen und bereit sind, evtl. noch weitere Frauen  mitzunehmen.

Es freut sich auf diesen Tag Ihre Pastorin Cornelia Seidel

08.03.2025Pilgerinnen am Frauentag unterwegs von Schwarz nach Mirow

 

Ankündigung entdeckt - Terminkalender gecheckt – mit Proviant eingedeckt - Wetter-App? Rucksack gepackt: Inhalt geprüft - das Gute und Wichtigste darin behalten.    

 

Zweiundvierzig mal: Schwarz war das Ziel an diesem sonnigen Morgen mit blauem Himmel und klarer, guter Luft;  Startort der für heute geplanten 8 km langen Wanderetappe auf dem Pilgerweg Mecklenburgische Seenplatte.

 

7 Frauen hatten diesen Tag gemeinsam mit viel Freude, Kreativität und Herzblut vorbereitet. Als Wegbegleiterinnen oder Matriarchin gaben sie die Impulse zum Nachdenken für unterwegs. Sie haben ihr Herz geöffnet für die Frauen in ihrer Gruppe. Wer Lust hat beim nächsten Mal mit zum Vorbereitungsteam zu gehören, melde sich gerne und ist herzlich eingeladen dazu.

 

Im Kontrast zum Namen des Dorfes hob sich das Farbspektrum der Bekleidung unserer bunten, altersgemischten Frauengruppe hervor.

In der Heimatstube trafen wir uns zunächst, um organisatorische Dinge zu erledigen. Jede Teilnehmerin durfte ein Kärtchen ziehen. Es gab verschiedene Blumenmotive, liebevoll gestaltet. So fanden sich dann Frauen in kleineren Gruppen zusammen, die jeweils von einer Matriarchin begleitet wurden, welche Ansprechpartnerin und Impulsgeberin für die Kleingruppe war. Hier gab es dann ein paar Aufstellungen zum Kennenlernen, z.B. um zu sehen, welche Frau von woher angereist war.

In der Dorfkirche begannen wir mit dem gemeinsamen Singen, das bekanntlich zum Pilgern gehört, wie das Vogelgezwitscher zum Frühling, Münder, Lungen, Herzen öffnet und auf einer zusätzlichen Kommunikationsebene Menschen miteinander verbindet. Die Lieder waren während der intensiven Vorbereitungszeit passend zur Jahreslosung und -zeit ausgewählt, bearbeitet, weiter gedichtet worden oder neu entstanden. Auf der Gitarre begleitete uns fröhlich und ausdrucksstark Susanne.

Felicitas Rohde-Schaeper sprach in der Andacht schmunzelnd darüber, dass wir uns die Freiheit genommen haben Paulus, aus dessen 1. Brief an die Thessalonicher 5,21 die Jahreslosung

„Prüft alles und behaltet das Gute!“ stammt, für den heutigen Frauen-Pilgertag in eine Paula verwandelt haben und es ist ja gut vorstellbar, dass es damals auch Missionarinnen gab, die nur leider nicht in den männlich dominierten biblischen Kanon gekommen sind. So haben wir uns vernetzt aus Solidarität für Mädchen und Frauen in aller Welt. Wir haben dafür gebetet, dass sie alle Frieden, Gerechtigkeit, Liebe, Selbstbestimmung und Würde erleben dürfen.

 

Der Ortsname Schwarz ist vom alt slawischen Wort svrice, was Grille bedeutet, entlehnt. Durch diesen „Grillenort“ zogen wir nun, mit mehr oder weniger leisem Gemüt, um Dorf und Bewohner*innen am Pilgersegen, den wir uns gerade frisch in der Kirche gegenseitig von Hand zu Hand weiter gereicht hatten, teilhaben zu lassen.

Durch ausgedehnte Wälder wanderten wir - erst einmal ankommen in der Natur - schweigend - mit dem Impuls uns Fragen zu stellen: Wann gab es Lebensprüfungen? Welche Erfahrung habe ich daraus mitgenommen und bin ich, im Nachhinein betrachtet, an dieser Prüfung gereift?

Wir ließen den Fehrlingsee links liegen. Beim miteinander gehen durch die sonnendurchflutete Seenlandschaft, war es für eine werkelnde Männergruppe am See ein wohl eher erstaunlicher Anblick Frauen in so großer Zahl einträchtig schweigend vorbei ziehen zu sehen.

Nach einer Zeit des Betrachtens, in sich gehen und Schauen, gab es Raum zum Austausch und die Möglichkeit symbolisch etwas heraus zu lassen, sei es durch Ausatmen, Schütteln, Stampfen oder von uns fort zu schieben.

Am Zotzensee rasteten wir, teilten Proviant, sprachen miteinander, oder saßen für uns.

Der Impuls, den wir uns nach der Pause mit auf die Schweigestrecke nahmen, war für viele von uns gar nicht so leicht: Was mag ich an mir? Was kann ich gut? Eigenlob stimmt J Ich bin ein Ebenbild Gottes: Ich bin, die ich bin. Gegenseitig bestärkten und ermutigten wir uns, das Gute in uns zu behalten. Das Gute, das in Liebe geschieht. Wir durchquerten nun hügelige Felder und Wiesen, eine Landschaft, die durch die Gletscher der Weichseleiszeit modelliert worden ist und eine Teilnehmerin zum kreativen Reimen anregte:

 

In mir tönen schon die Lieder

Und ich freu‘ mich am Gefieder

der Singvögel.

Jetze fängt das Frühjahr an,

allfrau will ans Pilgern ´ran,

vorbei an Seen, über Hügel,

ohne Pferd und ohne Zügel.

Vom Schwarzer Kirchlein bis Mirow,

von dorthin bis nach Anderswo.

In Gedanken,

ohne Schranken

gehend, schweigend, querfeldein,

über Feld, Flur, Stock und Stein.

Atmen aus und atmen ein,

mögen alle behütet sein.

 

Über die Hohe Brücke überquerten wir den Mirower Kanal  und näherten uns langsam dem besiedelten Ortsrand von Mirow. Im Pfarrhaus in der Schloßstraße trafen wir uns zu einem gemeinsamen Abschluss. Der Raum war geschmückt von der Feier des Weltgebetstags der Frauen am Vorabend. Eine stimmige und schöne Atmosphäre. Einige der Pilgerinnen waren so begeistert, dass sie sich spontan entschlossen

Patinnen des Pilgerwegs zu werden und regelmäßig zu prüfen, ob die Wege begehbar oder die Muschel Schilder gut sichtbar sind. Vielen Dank an diese Frauen!

Wir legten unsere gesammelten Schätze dazu, sprachen aus, was wir einander mitteilen wollten. Im Kanon tönend, wieder vom Gitarrenspiel begleitet, luden wir den Frühling zur Wiederkehr ein, baten Gott darum, uns zu behüten, zu bewahren, gut zu versorgen mit Speise, Wärme und Licht, auf unseren Wegen, mit Kraft und Segen, den wir erhielten, bevor sich unsere Wege trennten und wir per Bus zurück nach Schwarz fuhren - geschafft und wunderbar geschaffen. Danke!

 

Dagmar Iris Kanig