Ausstellung "Bedrohte Schöpfung" eröffnet

Nach dem Gottesdienst am 2. April wurde im Dom die Fotoausstellung „Bedrohte Schöpfung“ eröffnet. Im Vorwort zum Katalog dieser Ausstellung (Hrsg. Thomas Grundner, Jörg Hoffmann, Klaus Kronke) heißt es unter anderem: „...allen Menschen genug zu essen geben, sie gesund zu ernähren, das ist es nicht, was uns zur industriellen Intensivlandwirtschaft zwingt. Warum aber tun wir trotzdem das Falsche? Warum zerstören wir weite Teile der Erde, wo wir doch alle Möglichkeiten haben, den Boden, das Wasser, die Tiere, die Landschaft um uns herum und auch uns Menschen gesund zu halten? Auf diese Frage suchen wir Aussteller eine Antwort. Wir zeigen Bilder von Leben und Schönheit, von Verwüstung und Tod. Wir hoffen, dass diese Bilder und die Mahnungen, die Erklärungen der Wissenschaftler und Sachkundigen, die in diesem Ausstellungskatalog zu Wort kommen, uns der Antwort ein Stück näher bringen. Und wir hoffen, dass diese Ausstellung unser Denken und Handeln verändert...“

 

Die Fotoausstellung ist noch bis zum 31. Mai im Dom zu sehen.

Ausstellung "Filz und Farbe"

Filz und Farbe“

Kennen Sie Berlin-Weißensee? Einige von Ihnen werden sofort „Ja!“ rufen, „Ich habe alle Staffeln im Fernsehen gesehen.“ Andere wissen sicherlich das es hier den größten Jüdischen Friedhof Europas gibt. Schauen Sie sich den mal an, das lohnt sich sehr.

 

In Weißensee war schon immer auch die Kunst zu Hause. An der Kunsthochschule Weißensee studierten viele bekannte Künstlerinnen und Künstler – z. B. auch Günther Uecker, dessen Fenster bald unseren schönen Dom schmücken werden. Ach ja, wir dürfen natürlich den Namensgeber des Bezirkes nicht vergessen, den Weissen See. Und mancher Schweriner, der ihn kennt, wird die Nase rümpfen und sagen „Was, dieser Tümpel soll ein See sein?“ Ist er doch mit seinen 8 Hektar deutlich kleiner als unser Pfaffenteich mit seinen 12 Hektar. Aber eine Fontäne hat er mit ihm gemeinsam. Und genau an diesem Weissen See leben die Künstlerinnen und Künstler unserer nächsten Ausstellung, die vom 2. Juli bis 2. September im Schweriner Dom zu sehen sein wird (Eintritt frei).

 

Die Ausstellung zeigt Arbeiten von Bewohnerinnen und Bewohnern des Margarete-Steiff-Hauses sowie des Katharina-von-Bora-Hauses. Beides sind Wohnheime der Stephanus-Stiftung für Menschen mit geistigen, körperlichen und komplexen Beeinträchtigungen. Diese Werke entstanden in 10 Jahren Gestaltungsarbeit dieser Menschen unter der Betreuung von Gabriela Helm, ihres Zeichens freischaffende Textildesignerin und Dozentin für textile und andere Gestaltungsbereiche. Christine Schulz (Dipl.-Rehabilitations-Pädagogin und ehemalige Leiterin des Heilerziehungs-Fernunterrichts in Berlin) beschreibt diese Arbeit im Begleittext der Ausstellung wie folgt:

 

...In langer und intensiver Zusammenarbeit mit Gabriela Helm konnte ich erleben, wie sie Menschen mit unterschiedlichsten Voraussetzungen vorurteilsfrei begegnete, nichts forderte, sondern ihnen durch die Bereitstellung von Material und mit dem größten Zutrauen in ihr Können Raum zur eigenen Gestaltung bot. Ihr Geheimrezept scheint zu sein: kein fertiges Bild im Kopf zu haben, nichts erzwingen zu wollen, sondern jeder Person Möglichkeiten einzuräumen, etwas zu schaffen. Dabei besitzt sie die Gabe, auch abwarten zu können. Der große Gewinn für die betreffenden Personen besteht am Ende darin, sich ihrer selbst bewusst zu werden, indem sie mit ihren Händen Werke schaffen, die Spuren hinterlassen - Spuren der eigenen Selbstvergewisserung, aber auch Spuren für andere.“

 

Die Eröffnung der Ausstellung findet am Sonntag, 2. Juli 2023, im Anschluss an den Gottesdienst ca. 11:30 Uhr statt. Viele der Künstlerinnen und Künstler reisen zur Eröffnung extra aus Berlin an. Seien Sie hierzu herzlichst eingeladen!

 

Stefan Steinat