Berichte-Archiv

Hier stellen wir ältere Berichte aus unserer Kirchengemeinde zur Verfügung.

 

Bleiben Sie neugierig!

Abschied und Neubeginn, Juli 2021Pastorin Katharina Seuffert wechselt in die Kirchengemeinde Wulkenzin-Breesen

Im Juni erst wurde Pastor Bernhard Hecker aus der Kirchengemeinde Wulkenzin-Breesen verabschiedet und schon zum

1. August 2021 wird Pastorin Katharina Seuffert dort ihren neuen Dienstbeginn haben. Nach einem korrekten aber zeitlich verkürztem Verfahren hat der Bischof im Sprengel, Tilmann Jeremias, Pastorin Seuffert zum 1.8.2021 in ihren neuen Dienst und ihre neue Pfarrstelle berufen.

 

Für uns und für unsere Gemeinde bedeutet dies Abschied von ihr und von ihrem Dienst in unserer Gemeinde.

12 Jahre war sie hier und bei uns. Vor 12 Jahren begann sie einen ganz neuen Dienst in einer neuen Beauftragung durch den damaligen Mecklenburgischen Landesbischof Andreas von Maltzahn im Bereich der Arbeit mit und für Senioren.

 

Ihr Dienst war ausgereichtet auf die Stadt Neubrandenburg. Er war ausgerichtet auf einen seelsorgerlichen Dienst in der gewachsenen und weiter wachsenden Zahl von Pflegeeinrichtungen in der Stadt. Er war ausgerichtet auf die Begleitung von Menschen in den Begegnungsstätten der Stadt, insbesondere in Zusammenarbeit mit der Diakonie. Und sie hat in unserer Gemeinde die Arbeit mit und für Senioren geprägt und stetig wachsen lassen. Bei allem regionalen Bezug der Arbeit war unsere Gemeinde Basis und Heimat vor Ort.

 

Der Wechsel ins Pfarramt und der Umzug ins Pfarrhaus nach Wulkenzin kam für unsere Gemeinde wie für viele Menschen überraschend und „es ging alles sehr schnell“.

Unsere Gemeinde schaut äußerst dankbar auf diese 12 gemeinsamen Jahre.

 

Als Gemeinde freuen wir uns, dass Pastorin Seuffert in der Kirchenregion bleibt und wir die gewachsenen guten und herzlichen Beziehungen weiter pflegen können. Wir sind überzeugt, dass dies die regionale Zusammenarbeit befördern und beflügeln wird.

Für unsere Gemeinde bedeutet dieser Weggang, Arbeitsbereiche neu zu gestalten.

 

Für den Weg von Pastorin Seuffert wünschen wir von Herzen Gottes ganz reichen Segen.

 

„Berührt von Gottes Liebe. Miteinander auf dem Weg.“ Dieses Leitwort unserer Gemeinde hat uns im vielfältigen Miteinander getragen und begleitet. Nun gehen wir anders weiter. Anders, doch weiter miteinander.

 

Im Namen von Sankt Michael

Pastor Jörg Albrecht

Fred Budnik wird Krankenhausseelsorger am Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum in Neubrandenburg, Juni 2021„NEUE WEGE GEHEN“

Liebe Schwestern und Brüder in Christus,

 

in den vergangenen 10 Jahren durfte ich Mitarbeiter in den Diakoniewerkstätten Neubrandenburg auf dem Datzeberg sein. Es waren wundervolle Jahre und ich bin dankbar für all die Erfahrungen, die ich mit Menschen mit Behinderungen und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern machen durfte. Sie haben mein Leben geprägt und verändert.

 

Aber dieser Weg ist nun zu Ende und ich bin von unserer Landeskirche berufen worden, zum 1. Juni 2021 die neue Stelle als Krankenhausseelsorger am Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum in Neubrandenburg zu beginnen.

 

Ich gehe einen neuen Weg und damit kommen neue Veränderungen auf mich zu. Ich bin gespannt auf diesen Dienst und freue mich auf diese Aufgabe, den Patientinnen und Patienten, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Klinikum zu begegnen und sie zu begleiten.

 

Als Prädikant in unserer St. Michaelsgemeinde darf ich schon viele Jahre bei Ihnen immer wieder Gottesdienste halten und bin als 2.Vorsitzender im Kirchengemeinderat mit Ihnen verbunden. Für den neuen Dienst im Klinikum bekomme ich eine weitere Prädikantenbeauftragung der Friedensgemeinde. Die Friedensgemeinde ist die zuständige Kirche zum Klinikum, und daher werde ich auch dort verortet.

 

Damit verbunden glaube ich, dass es kein Zufall ist, dass wir als St. Michaelsgemeinde mit der Friedensgemeinde kirchenregional verbunden sind und uns in unserem gemeinsamen Auftrag unterstützen und ergänzen. Vielleicht kann meine neue Aufgabe ein weiterer Brückenschlag zwischen unseren beiden Gemeinden sein.

 

Ich bin auf jeden Fall gespannt, was Gott tun will. Ich wünsche Ihnen eine behütete und gesegnete Zeit.

 

Ihr Fred Budnik

Willkommen in der Gemeinde, März 2021Willkommen Ariane Westphal als Gemeindepädagogin

„Wie geht es weiter mit den Kindern? Jetzt, wo Frau Rosenow nicht mehr da ist?“  Das war die Frage, die viele Menschen bewegt hat. 
Die Veränderung, die dieser Stellenwechsel für uns bedeutet, ist definitiv stark und gravierend. Da will ich nichts schönreden. Eines ist klar: so wie es war, wird es nicht wieder sein und werden. 

 

Aber ist das nicht immer so, wenn das Leben voranschreitet? Wie also gehen wir mit diesen Veränderungen um? Wie gestalten wir Veränderungen, die unumgänglich sind? 

Wir erleben Veränderungen auf so vielen Gebieten des Lebens. Die derzeitige Pandemie raubt uns zusätzlich Nerven und strengt uns alle sehr an. Kirche ist in Veränderung. Dazu zählen auch viele schmerzhafte Prozesse. 

 

Unser KGR hat sehr schnell an einer Lösung gearbeitet, und wir freuen uns sehr, dass Gemeindepädagogin Ariane Westphal seit 15. März in unserer Gemeinde ist. Sie hat derzeit eine Teilanstellung in der Friedenskirche und wird mit einem Stellenanteil von 25% bei uns arbeiten können. Im Laufe der kommenden Zeit wird sie sich vorstellen, und auch Sie werden sie kennen lernen.


Wir freuen uns, mit Ariane Westphal eine kompetente neue Ansprechpartnerin und Mitarbeiterin für Kinder und Familien in unserer Gemeinde zu haben.
Herzlich willkommen.

Abschied im Februar 2021Riesendank an Andrea Rosenow

„Einfach super, dass es dich gibt!“ So steht es über der Tür zum Raum für Kinder in unserer Gemeinde. Und dieser Raum für Kinder war und ist nicht nur ein Zimmer im Gemeindehaus, sondern gehört zum inneren Kern unserer Gemeinde.

30 Jahre lang hat Andrea Rosenow diesen Raum verantwortet und gestaltet. Am 1. September 1990 begann ihre Tätigkeit bei uns in der Gemeinde. Am 28. Februar 2021 verabschiedeten wir sie als Gemeindepädagogin. Seit 1. März 2021 arbeitet sie als Seelsorgerin in der Kinderklinik im Klinikum. Das ist Ihnen ja bekannt.


Mit diesen Worten möchten wir ihr auch hier ganz ganz herzlich für all ihr Wirken bei uns danken.
Während der 30 Jahre ihrer Arbeit in Sankt Michael haben so viele Kinder und Jugendliche so viele Erfahrungen mit ihr und mit dem Glauben gemacht. Mittlerweile sind die Kinder der „ersten Ehemaligen“ in der Gemeinde. Glaube wird weitergegeben.


Zu den Erinnerungen und Erfahrungen gehören für viele die Zeiten in den Gruppen, gemeinsam verbrachte Tage, Sonnabende, Freizeiten, hier und weit weg. „Gottesdienste für Kinder“ bunt und frech und lebendig. Ebenso zu Herzen gehend und Mut machend, bewegend.
Und ganz gewiss gab es etwas, was schon so ziemlich einmalig in der Arbeit war. Das waren die Chöre zusammen mit Kantor Frieder Rosenow, ihrem Mann. Diese Musik für Kinder und Jugendliche und für uns alle, die Musicals, die Aufführungen, Schauspiel und Choreografie, all das war Markenzeichen von Andrea und es entsprach ihren ganz eigenen besonderen Begabungen.
Für die vielen Chormitglieder, die dies im Laufe von 30 Jahren kennen gelernt und erlebt haben, so wage ich zu sagen, war es eine prägende und bewegende Zeit und Erfahrung.

Auf so manchem Lebensweg wurden Spuren gelegt und viele schauen auf diese Zeiten als wichtiges Lebensmoment zurück.
Arbeit mit Kindern und Jugendlichen bedeutet auch immer wieder Abschied, wenn jedes Jahr aufs neue Jugendliche die Chöre und die Stadt verlassen haben, um an anderen Orten zu lernen, zu studieren, zu leben. Die Erfahrungen jedoch nahmen sie stets mit. So war die Arbeit von Andrea Rosenow auch immer wieder ein „Säen auf Hoffnung“ hin.
Der Kinderchor hat einmal gesungen: „Sag mir wer, wer, wer, glaubt heute mit den Kindern“. Andrea hat dies in den vergangenen 30 Jahren mit Herz und Leidenschaft getan.


Diese Worte hier sind nur kleiner Dank dafür.
Als Gemeinde und persönlich als Pastor, der über 18 Jahre mit ihr zusammengearbeitet hat, kann ich einfach nur DANKE sagen.
Aus dem Segen Gottes hat Andrea oft schöpfen dürfen, für andere ist sie oft zum Segen geworden. Kindern, Jugendlichen und ganzen Familien galt der Wunsch „zum Segen zu werden“. Mit dem heutigen Dank bitten wir zugleich, dass Gottes Segen sie weiter begleite.


Für den Kirchengemeinderat
Pastor Jörg Albrecht
Herzlichst, Jörg

Mein Garten

 

Gartenerinnerungen gehören von klein auf an zu meinem Leben dazu. Und so wie sich das Leben entwickelt, hat sich auch mein Verhältnis zum Garten verändert. 

Dabei ist es, wenn ich es recht betrachte, gar nicht grundsätzlich anders geworden, es ist nur gewachsen. 

 

Zu meiner Kindheit gehören Bienenstiche im Garten, nicht der Kuchen, sondern die echten, die weh tun. Unser Garten war der vorletzte vor der Wiese und auf der letzten Parzelle hatte der Nachbar seine Bienen.

Das bescherte meinen Eltern zwar Honig, aber für mich als Kind war das kein Ausgleich für jährlich mehrfache Stiche. 

 

Schon während der Studienzeit hatte ich dann das große Glück ein wenig Grün am Haus zu haben. Der alte Birnenbaum in seiner Blüte, die leuchtend- orangefarbenen Lampionblumen oder überbordende Mengen von Perlhyazinthen am Weg zur Haustür gehören zu den Erinnerungen dieser Jahre.

 

Vielleicht nicht alle, aber viele werden solch kleine beschaulichen Erinnerungen und Freuden mit mir teilen. 

Heute gehört der Garten und auch die Gartenarbeit zu meinen persönlichen Kraftquellen.

Natürlich gibt es immer was zu tun. Doch es ist eine wunderbare Arbeit, Arbeit die man sieht. Neben viel Herz- und Kopfarbeit ist es der richtige Ausgleich in anstrengenden Zeiten. 

Vor allem gibt es immer etwas zu entdecken. Und neu zu lernen. 

 

Über Pflanzen und über Garten, aber auch von den Pflanzen und vom Garten. Umso mehr ich mich damit befasse, umso mehr verstehe ich, warum Jesus auch so oft die Natur in seinen Bildern und Gleichnissen verwandt hat. 

 

Alles hat seine Zeit. Es hat keinen Sinn, Samen und Pflanzen in die Erde zu bringen, wenn ihre Zeit noch nicht gekommen ist.

Jeder, der dachte, er könne die Gurken oder Zucchinipflanzen 3-4 Wochen eher in den Boden bringen, wird wissen was ich meine. 

 

Alles hat seine Zeit. Das heißt auch, dass alles Zeit braucht- zum Wachsen und zum Werden. Jeder der eine Hecke, Apfelbäume oder Sträucher gepflanzt hat, wird wissen was ich meine. Die ersten Jahre gehen in das Wurzelwachstum. Und erst, wenn die Pflanze gut gewurzelt ist, ist ein Stück mehr Sicherheit da, dass sie Trockenphasen besser übersteht, dass mehr Kraft in das Wachstum und in die Früchte oder in die Blüten gehen kann. 

Und ja,… das alles dauert seine Zeit. Mein Garten lehrt mich Geduld und warten können. Und beobachten. Nicht jede Pflanze, nicht jede Blume gefällt der Standort und der Boden. Als Gärtner muss ich dies akzeptieren und ich lerne, so ist es auch im Leben, bei uns Menschen.

 

Die schönste Blüte wird nicht blühen, wenn das Umfeld nicht stimmt, wenn Boden und Sonnenlicht nicht passen. Aber jeder von uns kann wunderschön blühen, kann beste Früchte bringen, wenn ein aufmerksamer Gärtner nur entdeckt, was wir brauchen und welche Bedingungen zu uns passen. 

 

Das heißt für mich auch, ich muss akzeptieren, dass in meinem Garten nicht alles wachsen wird, auch wenn ich mir dies und jenes wünsche. Ich kann wohl für eine Zeit Lebensbedingungen künstlich verändern, aber sobald ich damit aufhöre, wird es meiner Pflanze nicht gut gehen. Und das ist anstrengend. 

 

Zugleich aber will ich auf das achten, was von Natur aus wächst, was schon da ist, wenn ich merke, dass diese Pflanze in meinem Garten einen natürlichen Raum hat, dann kann sie blühen und mich erfreuen. 

 

Der ideale Garten für mich? Die Mischung aus allem. Gepflegt und natürlich gewachsen, gepflanzt, gesät und gediehen gelassen. Rasen frisch gemäht und wilde Wieseninseln mittendrin. Da sage noch einer, das ist nicht wie im Leben. 

 

Pastor Jörg Albrecht

ihr & euer #nichtnursontags