Kirche zu Gnevsdorf

Die alte Kirche stand bereits vor dem 30-jährigen Krieg (1618-1648). 1733 wurde ihr ein Turm aufgesetzt.

Weil die alte Kirche baufällig und zu klein war und nicht mehr dem Geschmack der Zeit entsprach, entschloss man sich zu Abriss und Neubau.

Am 15. April 1895 fand der letzte Gottesdienst in der alten Kirche statt.

Am 16. April 1895 begann der Abriss.

Am 30. Juni 1895 feierte man Grundsteinlegung.

Am 21. Mai 1896 fand die Richtfeier statt.
17. Februar 1897 wurde die Stuhlverteilung vorgenommen.
Am 28. Februar 1897 wurde die neue Kirche geweiht.

 

Erhalten geblieben sind aus der alten Kirche der Altaraufsatz, der sich in der jetzigen Sakristei befindet, die beiden Grabsteinplatten des Amtshauptmann Gottfried Christian Lembcke und dessen Sohn Friedrich Lembcke, die sich im Eingang befinden, und der Taufstein aus Zementguß aus dem Jahr 1838, jetzt im Treppenhaus der Kirche.

Der achteckige Turm der Kirche ist 55 Meter hoch und schiefergedeckt. Im Turm hängen zwei Glocken. Das Gewölbe des Hauptschiffs wird von einem einzigen Pfeiler gestützt.

Die Orgel wurde im  Jahre 1897 von Markus Runge erbaut. Das heutige Orgelwerk wurde 1986 von der Plauer Orgelbaufirma Nußbücker eingebaut.

Die Kirche zu Gnevsdorf ist in der Kirchengemeinde Gnevsdorf-Karbow die einzige mit einer Turmuhr. Das mechanische Uhrwerk wurde von der Firma J. F. Weule in Bockenem (Niedersachsen) gebaut und muss jede Woche aufgezogen werden. Die vier Zifferblätter sind an allen vier Seiten des Turms angebracht. Zudem werden durch das Schlagwerk sowohl die vollen Stunden (ein bis zwölf Schläge) angeschlagen als auch die halben Stunden (jeweils ein Schlag).

Die Sanierung der Kirche hat im Jahr 2013 begonnen. In mehren Bauabschnitten müssen das Dach, die Fassade und das Innere saniert werden. Um dieses Vorhaben voranzutreiben wurde im Jahr 2008 u.a. der Förderverein Kirche Gnevsdorf gegründet, der deutschlandweit über 100 Mitglieder hat. Der 1. Bauabschnitt mit einem Finanzvolumen von über 240.000 Euro wurde 2014 beendet und umfasste die Dachsanierung des Kirchenschiffs und des Chores inkl. angrenzendem Mauerwerk.