Jahreslosung 2022

Jesus Christus spricht:

Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.

Johannes 6,37

Andacht Juli 2022Furcht

 

Liebe Lesende!

 

„Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus. Denn die Furcht rechnet mit Strafe.“

So schreibt es der Apostel Johannes in einem seiner Briefe. Das sind starke Worte.

Stimmt das? Wie soll ich mir das vorstellen?

„Wenn Du nicht lernst, wirst Du es zu nichts bringen.“

„Wenn Du nicht gehorchst, dann bekommst Du Hausarrest.“

 

Gerade Älteren ist dieses Gefühl von Strafe und Furcht noch tief eingeprägt. Heute sind wir in der Pädagogik weiter und nutzen dieses “Wenn, dann“-Muster von Drohung und Strafe nur noch selten und appellieren an Vernunft und Verständnis und das Begreifen, das manche Verhaltensweisen schreckliche, tödliche Konsequenzen haben können.

 

Und dennoch sind Angst und Furcht ganz starke Antriebskräfte in uns, die uns einerseits schützen wollen vor Gefahr, aber oft auch zu ganz irrationalen Handlungen verführen, zu Süchten, zwanghaftem Verhalten und krankhaften Bindungen.

Da hat einer zum Beispiel Prüfungsangst. „Lenke Dich vorher ab“, „Atme vorher tief durch!“ Solche Strategien können helfen, aber sie können auch zur Sucht werden, weil wir damit nur daran arbeiten, die Angst und Furcht zu vermeiden oder vorübergehend zu betäuben. Angst engt ein. Das steckt schon im Wort.

 

Funktionieren wir aus Angst und Furcht vor Strafe, oder vor dem eigenen Versagen?

Ich denke, vielen sind diese Verhaltensmuster tief eingeprägt, zumal in einer leistungs- orientierten Gesellschaft.

Jesus ist gekommen, um uns von solchen Verhaltensmustern zu befreien. Jesus will nicht nur die Symptome bekämpfen, sondern uns von Grund auf heilen und erneuern.

Und es beginnt damit, dass wir Ihm unser Vertrauen schenken und uns auf Seinen Weg mit uns einlassen.

 

In der Bibel steht 354 x „Fürchte Dich nicht“. Das können wir uns also jeden Tag im Jahr einmal zu Herzen nehmen.

 

Jesus hat versprochen, jeden Tag an Deiner Seite zu sein. Du bist in keiner Situation alleine und auf Dich gestellt.

 

 

Sicher, dass heißt nicht, dass es keine Rückschläge geben wird, gerade, wenn man aus Suchtverhalten aussteigen will.

Da braucht es medizinische und therapeutische, auch psychologische Unterstützung.

Doch Deine Position ist anders, weil Jesus bei Dir ist und für Dich und mit Dir kämpft.

Er liebt Dich sehr. Darum hat er keine Berührungsangst vor Dir.

Und im Gegenteil, Er gibt alles für Dich: „Fürwahr er trug unsere Krankheit. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten.“(Jesaja53,4 +5)

 

Ja, Jesus nahm das auf sich für Dich. Er bezahlte mit seinem Leben und starb für Dich am Kreuz. Das ist das ganze Evangelium: „Die Strafe liegt auf ihm.“

 

Jesu vollkommene Liebe ist stärker als der Tod! Jesus lebt.

Er ist auferstanden von den Toten. Das bezeugen Menschen aller Generationen seither.

 

Nun liegt es an Dir, ob Du Jesus vertraust und Seine Liebe annimmst. Es liegt an Dir, Ihm ein Zeichen zu geben, seine Liebe zu erwidern.

Und je mehr das zwischen euch wachsen kann, desto weniger Furcht und Angst haben da Platz.

Denn diese vollkommene Liebe treibt die Furcht aus und Du bist frei:

Frei von aller Schuld, die zwischen euch steht, frei von verkehrten Bindungen, frei von Angst. „Wen der Sohn Gottes frei macht, der ist wirklich frei!“  (Joh.8,36)

 

Darum darfst Du Jesus noch heute bitten. Er wartet schon.

 

 

Herzlich Ihre Katharina Seuffert und Barbara Kuchel-Müller

 

(Alle Bilder von pixabay.com/de, Freie kommerzielle Nutzung. Kein Bildnachweis nötig)


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