Buchholz-Orgel von 1841

Die große Orgel der St. Nikolaikirche wurde 1841 von Carl August Buchholz erbaut und ist heute mit ihren 56 Registern auf drei Manualen und Pedal eine der drei größten erhaltenen Orgeln in Deutschland, die zwischen 1800 und 1850 erbaut worden sind.

Nach zahlreichen Ergänzungen und Umbauten zwischen 1879 und 1896 wurde 1935 mit der Neobarockisierung und Elektrifizierung durch Orgelbauer Heinze aus Kolberg der folgenschwerste Eingriff vorgenommen. Dieser Zustand, ebenso wie der Umbau 1950/55 durch Schuke (Potsdam) konnten nicht befriedigen, die Orgel hatte ihren ursprünglich frühromantischen Charakter vollends verloren. 1986 wurde sie wegen umfassender Renovierungsmaßnahmen an Kirchengewölbe und -wänden stillgelegt und galt wegen Wassereinbruchs und starker Verschmutzung viele Jahre lang als so gut wie unspielbar.

In den Jahren 2003 bis 2006 wurde sie durch die Orgelbaufirmen Wegscheider (Dresden) und Klais (Bonn) restauriert und in den ursprünglichen Zustand versetzt. So ist ein vornehm klingendes frühromantisches Instrument wiedererstanden mit wunderschönen edlen Grundstimmen und silbrigen Klangkronen in ausgewogenem Verhältnis.

Hier gibt es die Disposition und Registeranordnung zum Download.

Klangbeispiel „Sinfonia“ aus dem Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach

Schuke-Orgel (1986)

Nachdem die Restaurierung des Hohen Chores in den 80er Jahren abgeschlossen war und dort wieder Gottesdienste gefeiert werden konnten, kam der Wunsch auf, an diesem Ort eine Orgel zu haben, die den Gemeindegesang begleiten konnte, aber auch für Konzerte geeignet sein würde. So kam es zum Neubau durch die Firma Alexander Schuke (Potsdam, heute Werder). Mit ihren 22 Registern ist sie am Barock orientiert, was auch durch die modifizierte Temperatur nach Valotti unterstrichen wird. Durch ihren verschmel-zungsfähigen Klang ist sie allerdings ziemlich vielseitig verwendbar.

Heute erklingt sie bei Gottesdiensten und Veranstaltungen im Hohen Chor der Kirche und wird außerdem zu Unterrichts-zwecken gespielt.

Ihre Disposition ist HIER zu finden.

Truhenorgel (2019)

Die Truhenorgel (2019) von Johann-Gottfried Schmidt (Rostock) ist ein kleines aber feines Instrument, sowohl als Begleitinstrument als auch für solistische Aufgaben hervorragend geeignet. Sie hat sich schon bewährt in Gottesdiensten und Konzerten und bezaubert mit ihren charakteristischen Stimmen. Vier ihrer fünf Register sind geteilt in Bass und Diskant, so dass man auch auf zwei unter-schiedlichen Klangfarben gleichzeitig spielen kann. Alle Pfeifen sind aus Holz und in vier Stimmtonhöhen (392, 415, 440, 465 Hz.) stimmbar.

 

Disposition

Gedackt 8'
Flöte 4'
Prinzipal 4'
Oktave 2'
Quinte 2 2/3' (Diskant)