Rats- und Pfarrkirche St. Nikolai

St. Nikolai ist die älteste Kirche Stralsunds. Mit der Verleihung des Stadtrechtes 1234 beginnt der Bau einer Hallenkirche. Nach 1270 erfolgt der Um- und Weiterbau nach dem Vorbild französischer Kathedralen. Bis etwa 1350 ist der Bau abgeschlossen. Die Bauform als dreischiffige Basilika mit Chorumgang und Doppelturmanlage unterstreicht den Machtanspruch und Reichtum Stralsunds, einer der führenden Hansestädte des Mittelalters. Da entlang der Ostseeküste kein Naturstein zur Verfügung steht, entwickelt sich von Lübeck bis ins Baltikum die norddeutsche Backsteingotik. Werden europaweit die schönsten gotischen Bauwerke aus dem Stein gehauen, entstehen für St. Nikolai über 65 verschiedene Backsteinformen für Pfeiler, Kapitelle, Fialen, Türmchen.
Neben den Schnitzaltären sind hier vor allem der barocke Trennaltar nach dem Entwurf von Andreas Schlüter, die monumentale Stuckplastik der „Anna Selbdritt“ aus dem 13. Jahrhundert, die Relieftafeln vom Gestühl der Rigafahrer (um 1400) und die astronomische Uhr von 1394 zu nennen. Seit 1980 wird die Kirche im Inneren restauriert. Erfolgreich konnte zwischen 2003 und 2006 durch die Orgelbaufirmen Wegscheider (Dresden) und Klais (Bonn) die wertvolle romantische Orgel des Berliner Orgelbauers Carl August Buchholz von 1841 wiederhergestellt werden. Sie ist das größte noch existierende Werk dieser bedeutenden Orgelwerkstatt in Deutschland.
Hinweis: Die Kirche St. Nikolai ist gegen einen Erhaltungsbeitrag von 4,00 Euro zu besichtigen.




Gemeinde- und Bürgerzentrum Knieperkirche

Ein lang gehegter Wunsch der Gemeinde wird in diesem Jahr wahr: das neue Gemeinde- und Bürgerzentrum Knieperkirche ist nach zweijähriger Bauzeit fast fertig und wird im Sommer 2026 eingeweiht werden. Dort findet in Zukunft die Gemeindearbeit von St. Nikolai statt: Kinder-, Jugend- und Seniorengruppen, Chorproben, Gesprächskreise und vieles mehr.
Außerdem wird der Stadtteilkoordinator in der Knieperkirche als Ansprechpartner dort ein Büro haben.
Es sind sogar noch vermietbare Räume frei, in denen Praxen und Beratungsstellen ihren Platz finden können.
Und als Krönung wird ein Café als Ort der Begegnung seine Türen offen halten. Ein einladender Ort!